Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass 53 Prozent der befragten Männer bei der Partnerwahl sowohl Brüste als auch Gesäß als wichtig erachten. Diese Erkenntnisse stammen aus einer Studie, die sich mit den körperlichen Vorlieben von Männern beschäftigt und die selbst den verantwortlichen Psychologen überrascht hat.
Ergebnisse der Studie im Detail
In der Evolutionspsychologie wird häufig die Frage erörtert, welche körperlichen Merkmale bei der Partnerwahl von Männern von Bedeutung sind. Besonders Brüste und Gesäß gelten als Indikatoren für Jugendlichkeit, Fruchtbarkeit und Gesundheit. Um herauszufinden, ob eines dieser beiden Körperteile eine größere Rolle spielt, wurde eine Studie durchgeführt.
Leiter der Untersuchung war Mehmet Mehmetoglu von der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim. In einer Online-Umfrage wurden 395 Männer aus Norwegen befragt, die angeben sollten, wie wichtig ihnen Po und Busen bei einer Partnerin sind. Die Antworten wurden auf einer Skala von eins bis fünf bewertet. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin „Evolutionary Psychology“ veröffentlicht.
Statistische Auswertung der Ergebnisse
Mehmetoglu analysierte die Daten mithilfe eines statistischen Verfahrens und identifizierte vier Untergruppen unter den Befragten. Die größte Gruppe, die „stark körperorientierte“ Gruppe, umfasste 53 Prozent der Teilnehmer und bewertete sowohl Brüste als auch Gesäß als sehr wichtig. Weitere 20 Prozent der Befragten waren „moderat körperorientiert“ und maßen beiden Merkmalen eine mittlere Bedeutung zu. 18 Prozent der Männer fielen unter die Kategorie „Po-Orientierung“, wobei ihnen das Gesäß deutlich wichtiger war als die Brust. Die restlichen 9 Prozent wurden als „körperunorientiert“ klassifiziert, da für sie weder das eine noch das andere Merkmal von Bedeutung war.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Studie keine Gruppe von Männern feststellen konnte, die eine klare Vorliebe für Brüste gegenüber dem Gesäß hatte. Mehmetoglu erläuterte: „Ich hatte erwartet, dass wir vielleicht auch eine eigenständige ‚brustorientierte‘ Gruppe finden würden, aber das war nicht der Fall.“ Männer, die Brüste hoch bewerteten, neigten ebenfalls dazu, das Gesäß positiv zu bewerten. Dies lässt darauf schließen, dass das Gesäß eine zentralere Rolle in der körperlichen Anziehung für Männer spielt, während Brüste eher ergänzend wirken.
Zusammenhang zwischen Werten und Präferenzen
Zusätzlich untersuchte die Studie den Zusammenhang zwischen den Einstellungen und Werten der Männer und ihren körperlichen Präferenzen. Es zeigte sich, dass Männer, für die „Sexiness“ ein wichtiges Kriterium bei der Partnerwahl ist, mit höherer Wahrscheinlichkeit zu den körperorientierten Gruppen gehören. Auch materialistisch eingestellte Männer, die Wert auf Besitztümer legen, die andere beeindrucken, neigten dazu, körperorientiert zu sein. Im Gegensatz dazu landeten Männer, die Gleichberechtigung hochhalten, signifikant seltener in den körperbetonten Gruppen und häufiger in den „körperunorientierten“ Kategorien.
Die Stichprobe umfasste überwiegend junge, alleinstehende Männer, deren Durchschnittsalter bei 22,8 Jahren lag. Mehr als 60 Prozent der Befragten waren zum Zeitpunkt der Umfrage nicht in einer festen Beziehung. Ob ältere oder in festen Partnerschaften lebende Männer ähnliche Präferenzen aufweisen, bleibt unklar. Zudem erfasst die Umfrage Selbstauskünfte zur Bedeutung von Körpermerkmalen, jedoch nicht das tatsächliche Verhalten bei der Partnerwahl.
Quellen: n-tv
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.