Im Jahr 2025 zeigte sich das Ozonloch über der Antarktis in einer bemerkenswerten Verkleinerung, die zuletzt in den frühen 1990er-Jahren beobachtet wurde. Die Weltwetterorganisation (WMO) interpretiert diese Entwicklung als eine Erfolgsgeschichte und sieht die Ozonschicht auf einem vielversprechenden Erholungspfad.
Nach Angaben der WMO waren sowohl die horizontale Ausdehnung als auch die vertikale Tiefe des Ozonlochs im vergangenen Jahr äußerst gering und lagen unter den durchschnittlichen Werten aus den Jahren 1990 bis 2010. Celeste Saulo, die Leiterin der WMO, äußerte sich zuversichtlich und erklärte, dass die Ozonschicht seit dem Jahr 2000 Anzeichen einer Erholung zeige. Ihrer Einschätzung nach wird sich die Schicht innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig regenerieren.
Die Bedeutung der Ozonschicht kann nicht genug betont werden, da sie Menschen, Pflanzen und Tieren Schutz vor schädlichen UV-Strahlen der Sonne bietet. In der Vergangenheit war diese Schicht jedoch erheblich durch menschliche Aktivitäten beeinträchtigt worden, insbesondere durch die Verwendung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW). Diese Chemikalien fanden häufig Anwendung als Kühlmittel in Kühlschränken und Klimaanlagen sowie als Treibgas in Sprühdosen.
Ein entscheidender Schritt zum Schutz der Ozonschicht war die Verabschiedung des Montrealer Protokolls im Jahr 1987, das den schrittweisen Ausstieg aus der Nutzung von FCKWs regelte. Seitdem zeigt die Ozonschicht kontinuierliche Fortschritte in ihrer Regeneration.
Zusätzlich zu den positiven Entwicklungen über der Antarktis weisen auch die Messungen über der Arktis auf einen langfristigen Trend zur Erholung der Ozonschicht hin. Paolo Laj, der Leiter des WMO-Programms für atmosphärische Beobachtungen, berichtete, dass in einigen Regionen der Nordhalbkugel die Ozonwerte im Jahr 2025 aufgrund meteorologischer Phänomene gesunken sind. Diese Veränderungen stellen jedoch kein Ozonloch wie über der Antarktis dar, sondern sind lediglich als vorübergehende Verdünnung der Ozonschicht zu verstehen.
Trotz der ermutigenden Nachrichten hinsichtlich der Regeneration der Ozonschicht gibt es weiterhin besorgniserregende Entwicklungen in Bezug auf die UV-Strahlung. In einigen europäischen Regionen ist seit Mitte der 1990er-Jahre ein Anstieg der UV-Strahlung um bis zu 20 Prozent festzustellen. Dies wird hauptsächlich auf eine Abnahme der Wolkenbedeckung und eine Zunahme der Sonnenstunden zurückgeführt. Daher wird geraten, dass sich die Menschen in diesen Gebieten besonderen Schutzmaßnahmen vor UV-Strahlen unterziehen.
Quellen: tagesschau, BR
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