Erneute Insolvenz bei Simplon: Zweiter Anlauf in zwei Jahren
Der österreichische Hersteller von Fahrrädern, Simplon, hat zum zweiten Mal binnen zwei Jahren Insolvenz angemeldet. Der erste Sanierungsversuch war gescheitert, da das Unternehmen eine fällige Zahlung nicht leisten konnte. Laut dem Kreditschutzverband KSV1870 sind 54 Mitarbeiter am Standort Hard in Vorarlberg von dieser Situation betroffen.
Schuldenstand und finanzielle Herausforderungen
Die 2Rad Produktions GmbH, die die Nachfolge der Simplon Fahrrad GmbH angetreten hat, hat beim Landesgericht Feldkirch ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Die Schulden belaufen sich auf über 33 Millionen Euro, von denen etwa 28,3 Millionen Euro aus dem vorherigen Insolvenzverfahren stammen, das bis Ende 2024 abgeschlossen sein soll. Insgesamt hat das Unternehmen rund 150 Gläubiger.
Faktoren für die Insolvenz
Die Unternehmensführung benennt mehrere Ursachen für die erneute Insolvenz. So führten fehlende Bauteile dazu, dass bestellte Fahrräder nicht rechtzeitig ausgeliefert werden konnten, was wiederum einen Rückgang an Folgeaufträgen nach sich zog. Darüber hinaus gab es Schwierigkeiten mit einem zentralen Zulieferer, während der gesamte europäische Fahrradmarkt weiterhin schwächelt.
Führungsteam und zukünftige Aussichten
Die Übernahme des Unternehmens wird von der Geschäftsführung in Frage gestellt. Die Kommunikation vor der Anteilsübernahme sei nicht vollständig transparent gewesen. Christoph Mannel, der zuvor als Manager bei Accell tätig war, fungiert seit der ersten Insolvenz als Investor und Geschäftsführer und leitet aktuell die 2Rad Produktions GmbH. Der Betrieb soll vorerst weiterhin bestehen bleiben, während ein neuer Sanierungsplan erarbeitet wird, um zusätzliche Investoren zu gewinnen.
Quellen: t-online, Bild
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