Ein bemerkenswerter Anstieg von 86 Prozent bei den Verkaufszahlen von Elektro-Nutzfahrzeugen wird bis 2025 prognostiziert. China nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, während auch in Europa eine wachsende Nachfrage zu beobachten ist. Karin Rådström, die Geschäftsführerin von Daimler Truck, äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der bestehenden Schwierigkeiten in Bezug auf die Ladeinfrastruktur.
Eine Untersuchung des International Council on Clean Transportation (ICCT) belegt, dass sich die weltweiten Absatzzahlen von Elektro-Lkw und -Bussen bis 2025 nahezu verdoppeln könnten. Im vergangenen Jahr wurden rund 500.000 Fahrzeuge verkauft, was einer Steigerung von 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Großteil dieser Verkäufe, fast 90 Prozent, entfällt auf den chinesischen Markt, der als Haupttreiber dieses Wachstums fungiert.
Insbesondere im Bereich der mittelschweren und schweren Lkw hat sich der Absatz in den letzten zwei Jahren mehr als verfünffacht. Auffällig ist, dass bis 2025 nahezu 30 Prozent der in China verkauften schweren Nutzfahrzeuge vollelektrisch sein werden. Diese Entwicklung wird durch sinkende Kosten für Batterien sowie durch staatliche Förderprogramme unterstützt.
Auch in Europa zeigt sich ein positiver Trend. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, besonders im Bereich der E-Busse, wächst. Die Europäische Union sowie Länder wie Indien, Brasilien und Großbritannien verzeichnen zweistellige Wachstumsraten, bedingt durch den Ausbau elektrisch betriebener Busflotten. Laut der Studie machen Elektrobusse weltweit 17 Prozent aller Busverkäufe aus.
Außerhalb von China und den USA entfallen über 50 Prozent der Verkäufe emissionsfreier mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge auf Elektrobusse. Die EU führt hierbei mit etwa 9.800 verkauften Fahrzeugen, gefolgt von Indien, das rund 5.000 Fahrzeuge verkaufte.
Dennoch sieht Karin Rådström weiterhin erhebliche Herausforderungen für die E-Mobilität im Bereich der Lkw. Sie hebt hervor, dass die Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur und die Möglichkeit, Fahrzeuge entlang geplanter Routen aufzuladen, die größten Hindernisse darstellen. Diese Unsicherheiten könnten die Verbreitung von Elektro-Lkw und -Bussen behindern.
Quellen: n-tv, Handelsblatt
Bildquelle: Artem Balashevsky auf Pexels
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.