Engpass bei Sardinen in Discountern und Supermärkten
In zahlreichen Supermärkten und Discountern ist die Beschaffung von Sardinen momentan eine Herausforderung. Eine Umfrage unter Handelsunternehmen belegt die stark eingeschränkte Verfügbarkeit dieser beliebten Konserven.
Ursachen für die Verfügbarkeitseinschränkungen
Ein Sprecher von Aldi Nord wies darauf hin, dass schwierige Bedingungen beim Fischfang die Verfügbarkeit von Sardinen stark beeinflussen. Auch die Supermarktkette Rewe informierte über eine angespannte Rohwarensituation in Europa, die sowohl Eigenmarken als auch Markenprodukte betrifft.
Lidl bestätigte, dass es aufgrund einer erhöhten Nachfrage zu sporadischen Verfügbarkeitsproblemen kommt. Man arbeite aktiv mit den Lieferanten an einer Lösung. Kaufland und der Lebensmittel-Lieferdienst Picnic berichteten ebenfalls von Engpässen bei Sardinen.
Rückläufige Fangmengen
Die Knappheit hat ihre Hauptursache in den sinkenden Beständen der Sardinenfischerei vor den Küsten Marokkos und der Westsahara. Stefan Meyer, Geschäftsführer des Fisch-Informationszentrums in Hamburg, machte deutlich, dass im Jahr 2022 noch 965.000 Tonnen Sardinen gefangen wurden. Für 2024 wird diese Fangmenge hingegen auf lediglich 525.000 Tonnen geschätzt.
Im vergangenen Jahr hat sich die Situation nicht verbessert. Zu den Ursachen zählen Klimawandel, veränderte Meeresbedingungen und hoher Befischungsdruck. Um die Bestände zu schützen, hat die marokkanische Regierung strenge Maßnahmen ergriffen. Seit Februar 2026 sind die Exporte gefrorener Sardinen stark eingeschränkt oder ganz ausgesetzt worden, um die Versorgung des heimischen Marktes zu gewährleisten.
Alternative Bezugsquellen in Betracht gezogen
Obwohl im Nordostatlantik, etwa vor Spanien und Portugal, ebenfalls Bestände der echten Sardine (Sardina pilchardus) existieren, sind die Fangmengen nicht ausreichend, um den Rückgang der marokkanischen Bestände auszugleichen. Eine rasche Entspannung auf dem Sardinenmarkt ist nicht abzusehen, was zudem Preiserhöhungen zur Folge haben könnte.
Immer mehr Hersteller suchen nach Alternativen und setzen auf sardinenähnliche Fischarten, die vornehmlich im Indischen Ozean, im westlichen Pazifik und in tropischen Atlantikgewässern vorkommen.
Fazit
Die Knappheit an Sardinen in Discountern und Supermärkten resultiert aus komplexen ökologischen und wirtschaftlichen Faktoren. Verbraucher müssen sich auf potenzielle Engpässe und Preissteigerungen einstellen, während die Branche an Lösungen arbeitet, um die Produktverfügbarkeit zu verbessern.
Quellen: t-online, Der Spiegel
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.