Die Handelskette Netto hat in Nord- und Ostdeutschland eine Verkaufsbeschränkung für Eier eingeführt. Aktuell dürfen Kunden pro Einkauf maximal zwei Packungen erwerben, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage bestätigte.
Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf die angespannte Lage auf dem Eiermarkt. Eine Sprecherin des Unternehmens erläuterte, dass Tierkrankheiten in regionalen Beständen von Legehennen die Verfügbarkeit von Eiern erheblich einschränken. Dies betrifft auch viele Eierprodukte, die regional bezogen werden und nur eingeschränkt verfügbar sind. Netto ist bestrebt, gemeinsam mit seinen Lieferanten die Warenverfügbarkeit zu verbessern und hofft, dass sich die Situation in der nächsten Woche stabilisieren wird.
Marktanalyse und Reaktionen anderer Händler
Die Situation auf dem Eiermarkt ist seit einigen Monaten angespannt. Engpässe ergeben sich aus einer Kombination von steigender Nachfrage und einem begrenzten Angebot, bedingt durch verschiedene Tierseuchen. Trotz dieser Herausforderungen haben große Einzelhändler wie Aldi, Edeka, Lidl, Kaufland und Rewe bisher keine Einschränkungen beim Eierkauf eingeführt. Die hohe Nachfrage nach Lindt-Schokohasen in Köln führt zu Ausverkauf.
Marktanalystin Margit Beck von Marktinfo Eier und Geflügel betonte, dass gegenwärtig kein nationaler Eiernotstand besteht. Die beobachteten Engpässe sind vor allem auf regionale Ausfälle zurückzuführen, die durch die Newcastle Disease verursacht wurden.
Eine Sprecherin von Rewe stellte fest, dass die Mengenknappheit besonders im Raum Berlin spürbar ist. Dies liegt zum Teil am hohen Absatz von Frischeiern in dieser Region, während Eierproduzenten dort mehr betroffen sind als anderswo in Deutschland. In den Märkten Berlins kann es daher vorkommen, dass nicht alle Marken, Packungsgrößen und Haltungsformen durchgehend verfügbar sind. Dennoch bleibt das Angebot an Frischeiern bestehen.
Enger Austausch mit Lieferanten
Alle größeren Einzelhändler betonen den engen Kontakt zu ihren Lieferanten und verfügen über weitreichende Netzwerke, um Engpässe weitestgehend zu vermeiden. Auch Aldi Nord und Aldi Süd haben bekräftigt, dass sie alles daran setzen, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Über Netto
Die Netto ApS & Co. KG gehört zur dänischen Salling Group und ist nicht mit dem größeren Netto Marken-Discount zu verwechseln, der zu Edeka gehört. In Deutschland betreibt Netto etwa 340 Märkte und beschäftigt rund 6.000 Mitarbeiter in acht Bundesländern, darunter Ostdeutschland, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Der erste Markt wurde 1990 eröffnet.
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Quellen: t-online, Bild
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