Aktuell gibt es auf den Malediven, einem beliebten Reiseziel im Indischen Ozean, einen besorgniserregenden Anstieg der Denguefieber-Infektionen. Diese Entwicklung hat sowohl das Robert Koch-Institut (RKI) als auch die Krisenfrühwarnexperten von A3M auf den Plan gerufen.
Warnung vor Denguefieber auf den Malediven
Seit Anfang 2026 verzeichnen die Malediven einen signifikanten Anstieg an Denguefieber-Fällen. Das RKI hat darauf hingewiesen, dass bis zum 21. April 35 Fälle von Denguefieber bei Rückkehrern aus den Malediven in Deutschland registriert wurden. Dies entspricht mehr als dem Dreifachen der Fälle in den Vorjahren.
„Die Situation ist nicht alarmierend, aber sie verdeutlicht, dass Gesundheitsrisiken bei Fernreisen ernst genommen werden sollten“, erklärte Samed Kizgin von A3M, einem Unternehmen, das mit großen Reiseveranstaltern zusammenarbeitet und internationale Gesundheitslagen überwacht. Reisende sollten auch die Reisewarnung für Kuba im Hinterkopf behalten, da ähnliche Gesundheitsrisiken bestehen können.
Symptome und Übertragung des Denguefiebers
Denguefieber, das durch Stechmücken übertragen wird, zählt zu den am weitesten verbreiteten Tropenkrankheiten weltweit. Neben den Malediven sind auch andere beliebte Urlaubsziele wie Sri Lanka, Thailand, Indonesien (einschließlich Bali), Vietnam sowie Länder in der Karibik und Lateinamerika von steigenden Dengue-Zahlen betroffen. Besonders betroffen sind Brasilien, Mexiko, Peru und Kolumbien. Ein aktueller Bericht über Hawaii zeigt, wie Naturereignisse die Gesundheitssituation beeinflussen können.
- Denguefieber wird hauptsächlich durch die Gelbfiebermücke und die Asiatische Tigermücke übertragen.
- Die Symptome treten in der Regel etwa vier Tage nach einem Mückenstich auf und umfassen:
- starkes Kopf- und Gliederschmerzen
- plötzliches hohes Fieber
- Schmerzen hinter den Augen
- Hautausschlag
Immunität und Impfempfehlungen
Es existieren vier verschiedene Serotypen des Denguevirus. Eine Person, die sich einmal infiziert hat, ist nur gegen diesen speziellen Typ immun. Eine spätere Ansteckung mit einem anderen Serotyp kann das Risiko für schwerere Krankheitsverläufe erhöhen. Besonders gefährdet sind laut Angaben des Auswärtigen Amts vor allem einheimische Kinder.
Seit Ende 2022 ist in der EU der Dengue-Impfstoff Qdenga zugelassen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung jedoch nur für bestimmte Reisende, die in Dengue-Risikogebiete reisen und ein erhöhtes Infektionsrisiko haben oder bereits an Dengue erkrankt waren. Bei Personen ohne vorherige Infektion kann die Impfung sogar zu schwereren Verläufen einer späteren Erkrankung führen.
Fazit
Reisende, die die Malediven besuchen möchten, sollten sich der aktuellen Gesundheitsrisiken bewusst sein und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen. Dazu gehört der Schutz vor Mückenstichen sowie die Beachtung der Symptome von Denguefieber. Auch die Maßnahmen zur Eindämmung eines Virusausbruchs auf anderen Reisen sollten in Betracht gezogen werden.
- Virusausbruch an Bord der ‚MV Hondius‘: Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen
- Hawaii im Ausnahmezustand: Massive Regenfälle führen zu Evakuierungen
- Kuba: Reisewarnung aufgrund schwerer Energiekrise und eingeschränkter Infrastruktur
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Quellen: t-online
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