Der Buckelwal, der den Namen „Hartwin“ trägt, wurde in der Ostsee gesichtet und löst bei Fachleuten sowie Umweltschützern große Besorgnis aus. Am 18. Juni wurde das Tier erstmals im Kattegat gesichtet und hat sich seither der deutschen Küste angenähert. Eine Sichtung vor der Halbinsel Holnis, die von der Organisation „Stranded No More“ gemeldet wurde, hat die bereits angespannte Situation des Wals weiter verschärft.
Zuvor war „Hartwin“ mehrfach in der Flensburger Förde beobachtet worden, jedoch zunächst nur auf dänischer Seite. Am 5. Juli wurde das Tier südlich von Egernsund gesichtet, wo es am Vortag ebenfalls registriert worden war. Die Organisation äußerte besorgt, dass die Lage des Wals kritisch sei und erinnerte an frühere Vorfälle, bei denen Wale in der Ostsee strandeten.
Experten prognostizieren düstere Aussichten
Die Überlebenschancen von „Hartwin“ werden von Fachleuten als äußerst gering eingeschätzt. Der Walexperte Heiko Buch-Illing stellte fest, dass das Tier sich auffällig langsam bewegt, was auf eine erhebliche Schwächung hindeutet. Zudem sei die helle Haut ein weiteres Zeichen für den schlechten Gesundheitszustand des Wals. Buch-Illing äußerte die Meinung, dass „Hartwin“ keine Überlebenschance habe, und verwies darauf, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis das Tier stranden werde.
Die Organisation „Stranded No More“ appellierte an die Öffentlichkeit, das Tier nicht unberührt zu lassen, und erinnerte an die tragische Geschichte des Buckelwals „Timmy“, der im Frühjahr verstarb, nachdem er monatelang durch die Ostsee irrte. Tierschützer hatten versucht, „Timmy“ zu retten, doch er strandete letztendlich erneut und starb nach einer langen Odyssee.
Hintergründe zur aktuellen Lage in der Ostsee
Die Sichtung von „Hartwin“ wirft grundlegende Fragen zum Schutz von Walen in der Ostsee auf. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder ähnliche Fälle, in denen Wale in die Küstengewässer eindrangen und in Schwierigkeiten gerieten. „Stranded No More“ verfolgt die Bewegungen des Wals genau und fordert ein größeres Bewusstsein der Öffentlichkeit für diese Problematik.
Die Situation des Buckelwals verdeutlicht die Herausforderungen, denen sich marine Tiere in den Gewässern der Ostsee gegenübersehen. Experten betonen, dass geeignete Maßnahmen zum Schutz dieser Tiere dringend erforderlich sind, um ähnliche Tragödien in Zukunft zu vermeiden.
Quellen: t-online, Berliner Morgenpost
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