Urlauber, die mit dem Auto nach Italien reisen, sehen sich einem erhöhten Risiko ausgesetzt, Opfer von Betrügern zu werden. Der Automobilclub ÖAMTC weist darauf hin, dass insbesondere auf Rastplätzen und Autobahnen eine Vielzahl von Betrugsmaschen lauert. Eine wichtige Frage ist, wie man sich vor solchen fiesen Fallen schützen kann.
Gefährliche Tricks auf der Straße
In unbekannten Regionen können Autofahrer schnell in gefährliche Situationen geraten. Ein Beispiel sind unerwartete Geräusche, die auf eine vermeintliche Panne hindeuten, oder das Auftauchen eines hilfsbereiten Fremden. „Solche Betrugsversuche können jeden treffen und teuer werden“, warnt Dagmar Redel, Expertin beim ÖAMTC.
Die Masche des Steinwurfs
Eine der häufigsten Betrugsarten in Italien ist der Steinwurftrick. Hierbei werfen Täter einen Stein gegen das Fahrzeug, was einen lauten Knall erzeugt. Anschließend behaupten sie, dass der Autofahrer ihren Außenspiegel beschädigt habe, und fordern sofort Bargeld. Wer auf einen solchen Vorfall stößt, sollte im Auto bleiben und nur einen Spalt des Fensters öffnen, während er darauf besteht, die Polizei zu kontaktieren. Dies kann die Betrüger oft abschrecken.
Vorsicht vor der Abschleppfalle
Eine weitere gängige Betrugsmasche ist die Abschleppfalle. Dabei nutzen Betrüger echte Pannen aus. Sobald ein Fahrzeug am Straßenrand steht, erscheint oft sofort ein vermeintlicher Abschleppdienst, noch bevor der Fahrer selbst Hilfe anfordern kann. Diese Betrüger bringen das Auto dann zu einem weit entfernten Betrieb und verlangen überhöhte Preise für das Abschleppen sowie für Reparaturen.
Die Reifensabotage an Raststätten
Betrüger haben es auch auf die Wertsachen im Fahrzeug abgesehen. Bei einem Stopp an einer Raststätte manipulieren sie heimlich einen Reifen. Kurz nach dem Weiterfahren kommt es dann zu einer Panne. Während die angeblichen Helfer den Fahrer ablenken, stehlen Komplizen unbemerkt Geld und persönliche Gegenstände aus dem Auto.
Präventionsmaßnahmen gegen Diebstahl
Um sich während des Urlaubs vor solchen Betrügereien zu schützen, können Autofahrer folgende einfache Regeln befolgen:
- Der Grifftest: Nach dem Verriegeln des Fahrzeugs per Funk sollte der Fahrer sicherstellen, dass die Türen tatsächlich geschlossen sind, indem er am Türgriff zieht. Betrüger verwenden oft Störsender, um Funksignale zu blockieren.
- Kofferraum nutzen: Gepäck und Taschen sollten nicht offen auf den Sitzen liegen, sondern im Kofferraum verstaut werden, um Dieben keine Gelegenheit zu geben.
- Kontrollblick: Nach jedem unbewachten Stopp an Raststätten sollte das Fahrzeug, insbesondere die Reifen, auf Manipulationen überprüft werden. Bei einer Panne sollte der Fahrer im verriegelten Auto bleiben und den Notruf wählen.
Diese Vorsichtsmaßnahmen können dazu beitragen, den Urlaub sicherer zu gestalten und Betrügern das Handwerk zu legen. Zudem sollten Eltern Smartphone-Ablenkung im Schwimmbad vermeiden, um Kinder zu schützen und sich über neue Zollgebühren ab Juli 2026 informieren.
„`
Quellen: t-online