WM 2026 in Mexiko-Stadt: Sicherheitsvorkehrungen und Proteste im Fokus
In Mexiko-Stadt laufen die Vorbereitungen für das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auf Hochtouren. Die Veranstaltung, die am Donnerstag um 21 Uhr beginnt, verspricht ein großes Spektakel im Aztekenstadion, mit Stars wie Shakira und FIFA-Präsident Gianni Infantino. Doch abseits des Sportevents sind auch zahlreiche Proteste zu erwarten. Etwa 83.000 Fans werden zugegen sein, während tausende Polizisten die Sicherheit gewährleisten sollen.
Bereits am Dienstag, im Umfeld des Stadions, kam es zu Anspannungen, als Lehrer gegen die Regierung protestierten. In voller Kampfausrüstung errichtete die Polizei Barrikaden, um die Demonstranten fernzuhalten. Zudem wurde der U-Bahn-Verkehr in Richtung Stadion vorübergehend eingestellt, und verschiedene Zugangsstraßen wurden gesperrt. Auch das Akkreditierungszentrum für Pressevertreter wurde kurzfristig an einen anderen Standort verlegt.
Sicherheitslage und Proteste
Trotz eines überwiegend friedlichen Umfelds besteht die Möglichkeit von Ausschreitungen rund um das Eröffnungsspiel. Die Lehrer haben zu einer groß angelegten Demonstration aufgerufen, zu der auch Angehörige von vielen der in Mexiko vermissten Personen erwartet werden. Die Zahl der Vermissten beläuft sich auf etwa 130.000.
In Bezug auf die Proteste äußerte sich Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum genervt und betonte, dass sie der Welt ein friedliches Bild Mexikos präsentieren möchte. Sie versicherte, dass die WM-Eröffnung wie geplant stattfinden wird und die Behörden sich nicht auf Provokationen einlassen werden.
FIFA-Fanfest und Camp der Demonstranten
In der Nähe des Stadions plant die FIFA ein offizielles Fanfest, das durch eine Mauer von der historischen Altstadt getrennt ist. Diese Maßnahme soll die Veranstaltung vor den Lehrer-Demonstranten schützen. Die Zugänge zum Fanfest werden streng kontrolliert, da die Lehrer seit Wochen in den angrenzenden Straßen campieren, um ihre Forderungen nach höheren Gehältern und einer Rücknahme der Rentenreform durchzusetzen.
Die Situation bleibt angespannt, denn die Lehrer sind bereit, ihre Proteste gegebenenfalls mit Gewalt durchzusetzen. Die Staatspräsidentin bezeichnete das Protestcamp während der WM als „unerklärlich“, während die Lehrer weiterhin auf ihre Anliegen aufmerksam machen möchten.
Quellen: Bild, Der Spiegel