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DFB-Team schaltet in der zweiten Hälfte einen Gang höher und besiegt Finnland deutlich

Die deutsche Nationalmannschaft zeigt im Testspiel gegen Finnland ihre WM-Form und gewinnt souverän mit 4:0. Besonders hervorstechend sind die Youngster Deniz Undav, der zwei Tore erzielt, und Mathys Tel, die das Team stark präsentieren.

DFB-Team schaltet in der zweiten Hälfte einen Gang höher und besiegt Finnland deutlich
Von JazzyJoeyD - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=139320828

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zeigt sich auf dem Weg zur WM in guter Form. Im vorletzten Testspiel vor dem Turnier setzte sich die Mannschaft mit 4:0 gegen Finnland durch, nachdem die erste Halbzeit noch zäh verlief. Stürmer Deniz Undav war der herausragende Spieler des Abends.

In einem grünen Trainingsanzug und Sportschuhen lief Matchwinner Deniz Undav nach dem Spiel über den Rasen, während die begeisterten deutschen Fans ihre Hoffnungsträger feierten. Der Doppel-Torschütze wurde beim 4:0 (1:0) gegen die finnische Auswahl, zwei Wochen vor dem Beginn der Mission fünfter Stern, angeschlagen ausgewechselt, gab jedoch schnell Entwarnung.

„Ich habe ein bisschen Schmerzen, aber nichts Wildes“, sagte Undav im ZDF. „Ein paar Tage Behandlung, dann ist es wieder gut.“ Er bewertete den Abend mit „zehn von zehn“: „Wir haben das Spiel gewonnen, ich habe drei Scorer gemacht. Besser hätte es nicht laufen können.“ In Bezug auf die WM fügte er hinzu: „Wenn wir das Ding gewinnen, wäre es ein Erfolg.“

Deutschland – Finnland 4:0 (1:0)

  • Tore: 1:0 Undav (34.), 2:0 Wirtz (48.), 3:0 Undav (57.), 4:0 Musiala (63.)
  • Deutschland: Baumann/TSG Hoffenheim (35 Jahre/12 Länderspiele) – Kimmich/Bayern München (31/109), Tah/Bayern München (30/46), Schlotterbeck/Borussia Dortmund (26/26), Brown/Eintracht Frankfurt (22/4) – Pavlovic/Bayern München (22/10), Nmecha/Borussia Dortmund (25/7) ab 83. Amiri/FSV Mainz 05 (29/10) – Karl/Bayern München (18/3) ab 73. Sané/Galatasaray Istanbul (30/75), Musiala/Bayern München (23/41), Wirtz/FC Liverpool (23/40) ab 73. Woltemade/Newcastle United (24/11) – Undav/VfB Stuttgart (29/8) ab 61. Beier/Borussia Dortmund (23/8). – Trainer: Nagelsmann
  • Finnland: Hradecky/AS Monaco (36/104) – Alho/Asteras Tripolis (33/50) ab 72. Samuli Miettinen/NK Istra 1961 (21/2), Koski/Deportivo Alavés (24/10), Tony Miettinen/Mjällby AIF (23/3) – Mahuta/FK Pardubice (23/5) ab 79. Skyttä/1. FC Kaiserslautern (24/5), Suhonen/Odense BK (25/15), Markhiev/1. FC Nürnberg (24/8), Walta/Swansea City (22/13) ab 72. Tenho/Djurgardens IF (31/14), Lod/Chicago Fire (33/83) ab 58. Antman/Glasgow Rangers (24/20) – Keskinen/FC Aberdeen (23/12) ab 58. Hakans/Lech Posen (25/13), Källman/Hannover 96 (27/38) ab 58. Pohjanpalo/FC Palermo (31/88). – Trainer: Friis

Schiedsrichter: Matheus Delgado Candançan (Brasilien)

Gelbe Karten: keine

Zuschauer: 25.122 (in Mainz)

Der letztlich souveräne Sieg gegen die Finnen gab Bundestrainer Julian Nagelsmann die Sicherheit, dass die Mannschaft auch ohne Schlüsselspieler wie Manuel Neuer und Kai Havertz bestehen kann. Undav bewies seine Klasse als Ersatz für den Champions-League-Finalisten Havertz mit zwei Toren (34./57.) und einer Vorlage zum 2:0 durch Florian Wirtz (48.). Auch der nach 434 Tagen zurückgekehrte Jamal Musiala sorgte für Jubel in Mainz, obwohl er in einigen Situationen noch nicht ganz überzeugte.

Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit

14 Tage vor dem WM-Start in Houston gegen Curacao war die erste Halbzeit noch von Schwierigkeiten geprägt. Doch die deutliche Leistungssteigerung im zweiten Durchgang ließ auf mehr hoffen, insbesondere Jungstar Lennart Karl nutzte seine Chance.

Bereits vor dem Anpfiff sorgten WM-Hits vergangener Jahre für Stimmung. Als die DFB-Auswahl um 20:11 Uhr zum Warmmachen in die Arena einlief, wurde sie mit Jubel empfangen. Später präsentierten die Zuschauer eine große Choreografie, die die Westtribüne in Deutschlandfarben tauchte und ein Banner mit acht Nationalspielern zeigte. „LET’S GO“ stand darunter in großen Buchstaben.

Die Mannschaft bemühte sich, die Vorgaben direkt umzusetzen. Undav vergab eine erste gute Gelegenheit (8.), als er im Strafraum den Ball nicht richtig traf. Wirtz und Nathaniel Brown, der überraschend auf der linken Abwehrseite begann, kombinierten sich sehenswert nach vorne.

Bewährungschancen für Spieler

Trainer Nagelsmann gab im letzten WM-Test auf deutschem Boden einigen Spielern die Möglichkeit, sich zu beweisen. Der Dortmunder Felix Nmecha begann im Mittelfeld an der Seite des gesetzten Aleksandar Pavlovic, während der Münchner Karl vorne rechts begann. Brown erhielt den Vorzug gegenüber David Raum.

„Der Frankfurter Verteidiger hat die Gabe, offensiv die Räume zu finden und einen guten Speed“, sagte Nagelsmann im ZDF. „Raum ist eine Art emotionaler Leader, auf der Position des Linksverteidigers habe ich zwei sehr gute Spieler zur Verfügung.“

Nach einem guten Beginn folgten jedoch einige Minuten des Leerlaufs. Die Mannschaft fand kaum Lücken und spielte nach vorne behäbig. Die Fans beobachteten das Spiel dennoch wohlwollend. Der als Torhüter eingesetzte Oliver Baumann, der für den verletzten Neuer begann, erhielt bei seinem ersten Ballkontakt viel Applaus und wurde in der Schlussphase mit Sprechchören bedacht.

Der entscheidende Moment

Der Funke sprang zunächst nicht über, sodass ein Standard helfen musste: Karl führte einen Eckstoß kurz aus, die finnische Abwehr war unsortiert, und Undav konnte eine Flanke von Joshua Kimmich per Kopf versenken. Karl punktete auf der rechten Seite und spielte unbekümmert, ähnlich wie im Verein. In einem zähen ersten Durchgang war er ein Lichtblick. Nagelsmann war mit der Leistung seiner Mannschaft sichtlich unzufrieden und griff mehrfach korrigierend ein.

Nach der Pause nahm Deutschland jedoch Schwung auf. Undav erkämpfte den Ball im finnischen Strafraum und bediente Wirtz per Grätsche. Wenig später erhöhte er nach einem Konter, herrlich eingesetzt von Karl. Bei dieser Aktion verletzte sich Undav, doch die DFB-Elf ließ sich davon nicht beirren: Musiala sorgte dafür, dass die Mannschaft am Dienstag mit einem guten Gefühl in Frankfurt abheben kann. Am 6. Juni steht in Chicago die WM-Generalprobe gegen Co-Gastgeber USA an. Ob Neuer dann im Tor stehen wird, bleibt abzuwarten.


Quellen: n-tv, eurosport

Bildquelle: Von JazzyJoeyD – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=139320828

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