Die Situation um Cristiano Ronaldo (41) in der portugiesischen Nationalmannschaft hat sich erheblich zugespitzt. Nach einem Gespräch mit Pedro Proença (55), dem Präsidenten des portugiesischen Fußballverbands, verließ der Superstar das Teamcamp in Dänemark. Der Grund für diesen abrupten Schritt war die Entscheidung von Trainer Jorge Jesus, Gonçalo Ramos erneut in die Startelf zu berufen, was Ronaldo als persönliche Kränkung ansah.
Über Instagram informierte Ronaldo über seinen Rücktritt aus dem Trainingslager: „Nach der Pressekonferenz des Nationaltrainers und einem Gespräch mit dem Präsidenten des portugiesischen Fußballverbands habe ich die Entscheidung getroffen, das Trainingslager der Nationalmannschaft zu verlassen.“ Er kündigte in seiner Mitteilung an, zu einem späteren Zeitpunkt die Gründe für seinen Rücktritt darzulegen, und wünschte der Mannschaft viel Erfolg.
Die Situation eskalierte weiter, als Ronaldo nach dem Schlusspfiff des Spiels gegen Norwegen, in dem er nicht eingesetzt wurde, direkt in den Spielertunnel ging, ohne sich den Fans zu zeigen. Dies war besonders auffällig, da es das erste Mal seit 18 Jahren war, dass Ronaldo nicht auf dem Platz stand, es sei denn, er war aufgrund von Verletzungen oder Sperren abwesend.
Obwohl Verbandspräsident Proença ursprünglich geplant hatte, zu einem U21-Spiel auf die Azoren zu reisen, änderte er seine Pläne, um die Gespräche mit Ronaldo und Trainer Jesus zu suchen. Trotz dieser Bemühungen blieb die Lage angespannt. Jesus äußerte sich zu der Situation und betonte, dass es keinen Vorfall gegeben habe, der Ronaldos Reaktion rechtfertigen könnte.
Ronaldo hatte vor kurzem betont, dass er der Nationalmannschaft weiterhin bei der Erreichung ihrer Ziele helfen könne. Er erklärte, dass sein Beitrag nicht nur durch Tore geleistet werde, sondern auch außerhalb des Platzes von Bedeutung sei. Im kommenden Februar wird der Angreifer 42 Jahre alt.
Die Beziehung zwischen Ronaldo und der Nationalmannschaft ist nun angespannt. Trainer Jorge Jesus und Ronaldo kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Al-Nassr, wo sie etwa ein Jahr lang zusammenarbeiteten. Jesus hatte bei seiner Vorstellung als Nationaltrainer erklärt, dass Ronaldo weiterhin nominiert werde, solange er aktiv spielt und in guter Form ist.
Intern wird bereits über Gonçalo Ramos spekuliert, der beim 2:1-Sieg gegen Norwegen entscheidend war und als möglicher Nachfolger Ronaldos im Sturm gehandelt wird. Ein geplantes Dreiergespräch zwischen Ronaldo, Trainer Jesus und Verbandspräsident Proença sollte die angespannte Lage klären, offenbar jedoch ohne den gewünschten Erfolg.
Quellen: Bild, t-online
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