Hamburger SV erlebt historischen Fehlstart in der Bundesliga nach 0:5-Niederlage gegen Mainz
Der Hamburger SV hat mit einer katastrophalen 0:5-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 einen der schlechtesten Saisonstarts in der Geschichte der Bundesliga hingelegt. Mit null Punkten und einem Torverhältnis von 0:7 steht der Traditionsverein am Tabellenende und sieht sich mit enormem Druck konfrontiert.
Trainer Merlin Polzin äußerte sich nach dem Spiel und stellte klar:
„Es geht jetzt nicht darum, irgendwas schönzureden oder irgendwelche Ausreden zu suchen,“
und bezeichnete den Auftritt seiner Mannschaft als
„maximal beschissenen Nachmittag.“
Diese klare Ansage verdeutlicht die ernste Lage des Vereins, der in der vergangenen Saison noch für seine teuren Neuzugänge gefeiert wurde.
Unruhe nach dem Debakel
Die hohe Niederlage gegen Mainz hat für große Unruhe im Verein gesorgt. Die „Bild“-Zeitung sprach von einem Albtraum zum Bundesliga-Start, während der Kicker feststellte, dass das Debakel Fragen aufwirft. Die Fans sind besorgt über die desolate Leistung, die der HSV in dieser Partie zeigte.
Polzin war bemüht, trotz der Enttäuschung Ruhe und Sachlichkeit auszustrahlen.
„Es gibt viele Dinge, die wir aufarbeiten wollen und müssen, um es in der nächsten Woche besser zu machen,“
sagte der 35-Jährige mit Blick auf die bevorstehende Partie gegen RB Leipzig.
Defensive Probleme
Die neu formierte Abwehr des HSV zeigte sich gegen Mainz überfordert. Der Abwehrchef Luka Vuskovic, der in der vergangenen Saison herausragende Leistungen zeigte, wurde schmerzlich vermisst. Jordan Torunarigha und Sebastiaan Bornauw hatten große Schwierigkeiten, die Angriffe von Sheraldo Becker und Phillip Tietz zu verteidigen.
Die 0:5-Niederlage war die erste Heimniederlage mit diesem Ergebnis seit über 50 Jahren. Der letzte vergleichbare Rückschlag ereignete sich am 4. Mai 1974 gegen den FC Bayern.
Reaktionen der Spieler
Nicolai Remberg, der Kapitän des HSV, äußerte sich ebenfalls zur desaströsen Leistung:
„Die Gegentore sind viel zu billig und zu einfach,“
und bezeichnete die Niederlage als
„Nackenschlag, aber kein Beinbruch.“
Er betonte, dass die Mannschaft nun zusammenhalten müsse, um die kommenden Herausforderungen zu meistern.
Remberg zeigte sich optimistisch und erinnerte daran, dass der HSV auch in der letzten Saison einen schwachen Start hatte, aber letztendlich den Klassenerhalt sicherte.
„Ich kenne die Mannschaft, wir brechen nicht ein, das bricht uns nicht das Genick. Wir werden uns einspielen, eingrooven und dann sind wir da, da bin ich mir ganz sicher,“
sagte er mit Blick auf die bevorstehenden Spiele.
Die nächste Möglichkeit zur Wiedergutmachung bietet sich dem Hamburger SV bereits am kommenden Sonntag gegen RB Leipzig. Die Fans hoffen auf eine Wende und eine Verbesserung der Leistungen, um die drohende Krise abzuwenden.
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Quellen: n-tv
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