Ein neuer Rückschlag für den FIFA-Präsidenten: Carlos Cordeiro, der führende Berater von Gianni Infantino, hat seinen Rücktritt erklärt. Dies geschieht im Kontext von umstrittenen Plänen, die den Verkauf von Anteilen an der Weltmeisterschaft betreffen. Cordeiro äußert in seinem Rücktritt, dass er die Überlegungen der FIFA entschieden ablehnt und diese als schädlich für den Fußball erachtet.
In seinem veröffentlichten Statement, das mehreren Medien vorliegt, betont Cordeiro: „Als leitender Berater des FIFA-Präsidenten, ehemaliger Banker und lebenslanger Fußballfan kann ich nicht tatenlos zusehen, wie die FIFA den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erwägung zieht. Lassen Sie mich eines klarstellen: Ich war an diesem Vorschlag in keiner Weise beteiligt und lehne ihn entschieden ab. Es ist ein schlechtes Geschäft für die FIFA-Mitgliedsverbände, ein schlechtes Geschäft für den Fußball und ein schlechtes Geschäft für die langfristige Zukunft dieses Sports.“
Wachsende Ablehnung gegen Infantinos Vorhaben
Der Rücktritt von Cordeiro stellt einen weiteren erheblichen Rückschlag für Gianni Infantino dar. So haben vor kurzem alle 55 UEFA-Mitgliedsverbände einen Boykott der WM unterstützt. Auch der Kontinentalverband Concacaf, der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständig ist, hat sich geschlossen gegen die Pläne von Infantino ausgesprochen. Zudem hat sich am Freitag der asiatische Fußballverband ebenfalls gegen diese Vorhaben positioniert.
Geplante Investitionen und die Reaktion der FIFA
Die FIFA hatte kürzlich bekannt gegeben, dass sie über eine neu gegründete Tochtergesellschaft, die FFE, mehr als vier Milliarden US-Dollar von externen Investoren akquirieren möchte. Zukünftige WM-Turniere sollen unter dieser neuen Struktur organisiert werden, wobei die FIFA als Mehrheitsaktionär agieren würde. Infantino hatte angedeutet, dass die Vorschläge eine einfache Mehrheit benötigen würden, um angenommen zu werden, was ohne die Stimmen der drei betroffenen Kontinentalverbände nicht mehr möglich ist.
FIFA reagiert auf Kritik
In einer Erklärung, die am Freitagmorgen veröffentlicht wurde, reagierte die FIFA auf die weltweite Kritik und betonte, dass man an der geplanten Konsultation festhalten wolle. „Wir respektieren die öffentlich geäußerten Rückmeldungen und Bedenken und bekräftigen unser Bekenntnis zu einem offenen und demokratischen Konsultationsprozess,“ hieß es in der Mitteilung. Weiterhin wurde betont: „Unser geplanter Konsultationsprozess wurde durch falsche Medienberichte gestört. Wir werden diesen Konsultationsprozess fortsetzen, um sicherzustellen, dass jeder Mitgliedsverband die Möglichkeit hat, seine Stimme auf der Grundlage von Fakten abzugeben.“
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Quellen: Bild
Bildquelle: Doha Stadium Plus Qatar from Doha, Qatar via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)