Vier BVB-Spieler im WM-Kader von Julian Nagelsmann
Im Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko stehen vier Spieler von Borussia Dortmund: Nico Schlotterbeck (26), Waldemar Anton (29), Felix Nmecha (25) und Maximilian Beier (23). Dieser Artikel beleuchtet die WM-Planungen und Perspektiven der BVB-Stars.
Schlotterbeck: Ein entscheidendes Turnier für die Zukunft
Nico Schlotterbeck, der 26-jährige Verteidiger, sieht sich sowohl mit der deutschen Nationalmannschaft als auch mit Borussia Dortmund in einer ähnlichen Situation: Titel sind in beiden Fällen nicht garantiert. Um seine Chancen auf einen Wechsel zu einem europäischen Topklub zu erhöhen, hat Schlotterbeck eine umstrittene Klausel in seinem neuen Vertrag bis 2031 vereinbart. Diese erlaubt es ihm, im Rahmen des FIFA-Turniers für eine Ablösesumme zwischen 50 und 60 Millionen Euro zu wechseln, wobei Real Madrid und der FC Liverpool als potenzielle Interessenten gelten. Die Klausel ist jedoch nicht für den FC Bayern gültig.
Die entscheidenden Fragen, die sich nun stellen, sind: Könnte eine mögliche Verhandlung während der WM Ablenkung verursachen? Und sind die Topklubs tatsächlich an ihm interessiert? Schlotterbeck möchte bei der WM beweisen, dass er das Potenzial hat, für einen großen Verein zu spielen. Unter Nagelsmann hat er sich als Innenverteidiger neben Jonathan Tah (30) etabliert und wird als Leistungsträger angesehen. Nach einem schwachen Auftritt bei der WM 2022 in Katar und nur zwei Einsätzen bei der Heim-EM 2024 ist dies sein erstes großes Turnier als Schlüsselspieler.
Anton: Der „Klebstoff“ der Mannschaft
Waldemar Anton wird von Nagelsmann als „absoluter Klebstoff für die Mannschaft“ beschrieben. Der 29-Jährige hat sich als unverzichtbarer Bestandteil des Teams etabliert und verbindet verschiedene Kulturen innerhalb der Mannschaft. In der laufenden Saison hat er sich als zentrale Figur in der Dreierkette bewährt und gilt auf dem Platz als Lautsprecher und heimlicher Kapitän.
Sein Siegeswille ist für das DFB-Team von großer Bedeutung. Anton betont: „Der absolute Siegeswille. Früher hatte ich nach Niederlagen auch mal Wutausbrüche, auch heute bin ich noch ein schlechter Verlierer.“ Sein Engagement und seine Werte könnten entscheidend für den Erfolg der Nationalmannschaft sein.
Nmecha: Auf dem Weg zum Schlüsselspieler
Felix Nmecha, 25 Jahre alt, hatte im Vorfeld der WM mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Nagelsmann äußerte Bedenken, dass Nmecha möglicherweise nicht am Turnier teilnehmen könnte, nachdem er sich im März das Außenband im Knie gerissen hatte. Glücklicherweise verlief die Genesung planmäßig.
Nmecha hat sich beim BVB als Schlüsselspieler etabliert, der sowohl defensiv als auch offensiv entscheidende Impulse setzt. Unter Trainer Niko Kovac hat er sich zum Chef-Strategen entwickelt, der das Spiel lenkt und die Offensive mit präzisen Pässen unterstützt. Nagelsmann schätzt seine Qualitäten und setzte ihn bereits im Testspiel gegen Finnland in der Startelf ein. Die Frage bleibt, ob er auch bei der WM eine zentrale Rolle spielen wird.
Beier: Der flexible Arbeiter
Maximilian Beier, 23 Jahre alt, hat sich entschieden, seinen Sommer für die WM freizuhalten und auf Urlaubsbuchungen zu verzichten. Er bringt zwei entscheidende Eigenschaften mit, die ihn für das DFB-Team wertvoll machen: seine „Worker“-Mentalität und seine Flexibilität auf dem Platz.
Beier hat in dieser Saison mit hoher Einsatzbereitschaft, aggressivem Pressing und einer soliden Torquote überzeugt. Er ist bereit, in jeder Rolle – sei es als Stürmer, hängende Spitze oder auf dem Flügel – alles zu geben. Sein Ziel ist es, endlich seinen ersten Scorerpunkt für die Nationalmannschaft zu erzielen, nachdem er in sieben Länderspielen noch ohne Torbeteiligung geblieben ist.
Die WM wird für die BVB-Stars eine entscheidende Phase in ihrer Karriere darstellen, in der sie sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene beweisen können.
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