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Deutsches Novum möglich – Nagelsmann "kein Riesenfreund"

Julian Nagelsmann steht vor einer möglichen Premiere im DFB-Team: Bei der Schweiz-Partie könnte er eine umstrittene Wechselregel anwenden. Trotz dieser Neuerung äußert sich der Trainer skeptisch zu den Vorzügen der Sonderregel.

Deutsches Novum möglich – Nagelsmann "kein Riesenfreund"
JazzyJoeyD via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Julian Nagelsmann könnte beim bevorstehenden Testspiel gegen die Schweiz ein bemerkenswertes Wechsel-Experiment wagen. Der Bundestrainer ist jedoch kein großer Befürworter dieser Regelung.

Wechselmöglichkeiten im Länderspiel

Die deutsche Nationalmannschaft trifft am Freitagabend (ab 20:45 Uhr) auf die Schweiz, um sich auf die bevorstehende Weltmeisterschaft vorzubereiten. Dabei könnte es zu einem Wechsel-Experiment kommen, das es in dieser Form noch nie gegeben hat.

Erstmals könnte Nagelsmann die Möglichkeit nutzen, bis zu elf Spieler auszuwechseln, um verschiedene Akteure im Nationaltrikot zu testen. Allerdings wird er diese Option nur im äußersten Notfall in Betracht ziehen.

Regeländerung durch IFAB

„Ich bin kein Riesenfreund davon. Ich gehe davon aus, dass wir nicht elfmal wechseln“, betonte Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Diese potenzielle Regeländerung wurde Ende Februar durch das International Football Association Board (IFAB) beschlossen. Die Regelhüter des Fußballs haben entschieden, dass bei offiziellen Test-Länderspielen die Anzahl der möglichen Wechsel von sechs auf acht erhöht wird.

Eine Ausnahme besteht, wenn beide Mannschaften sich auf ein höheres Limit einigen, was sogar bis zu elf Auswechslungen erlaubt. Um Zeitspiel zu vermeiden, bleibt es jedoch bei drei Wechselfenstern während des Spiels sowie einem in der Halbzeitpause.

Einigung mit der Schweiz

„Der Wunsch kam aus der Schweiz. Wir haben dem entsprochen“, erklärte Nagelsmann und erläuterte die Hintergründe der Einigung. Der Trainer der Schweiz, Murat Yakin, hat angekündigt, sein Wechselkontingent voll ausschöpfen zu wollen, während Nagelsmann seine Bedenken hinsichtlich der Sinnhaftigkeit dieser Regelung bekräftigte.

Überlegungen zu den Wechseln

„Zwischen elfmal wechseln und elfmal wechseln gibt es natürlich Unterschiede, was die Zeit angeht“, merkte Nagelsmann an. Wenn es darum gehe, Spieler zu testen, sei es „ratsam, dies in einem funktionierenden Konstrukt zu tun, in dem Spieler um einen herum stehen, die auch bei einem Turnier dabei sind“.

Er stellte zudem klar, dass es unrealistisch sei, jedem Spieler die gleiche Spielzeit zu garantieren. Bei der kommenden Weltmeisterschaft im Sommer gelten ohnehin wieder die üblichen Regeln für Pflichtspiele, die in den USA, Mexiko und Kanada bis zu fünf Auswechslungen und eine zusätzliche Wechselmöglichkeit bei einer Verlängerung vorsehen.

Fazit

Die bevorstehenden Tests gegen die Schweiz bieten eine interessante Gelegenheit für Nagelsmann, seine Spieler zu evaluieren und möglicherweise neue Strategien auszuprobieren. Dennoch bleibt abzuwarten, ob er die neu gewonnenen Wechselmöglichkeiten tatsächlich in vollem Umfang nutzen wird. In der Zwischenzeit gibt es auch Diskussionen über die Zukunft von Trainern, wie etwa Trainer Kwasniok unter Druck nach Unentschieden gegen Gladbach und die Spekulationen um mögliche Nachfolger von Kwasniok.

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Bildquelle: JazzyJoeyD via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

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