New York – Die Heavy-Metal-Welt trauert um Ross „The Boss“ Friedman, der im Alter von 72 Jahren verstorben ist. Der Gitarrist, der mit seinen einprägsamen Riffs Generationen prägte, erlag am 26. März 2026 der unheilbaren Nervenkrankheit ALS, nur wenige Wochen nach Bekanntgabe seiner Diagnose.
Friedman, geboren am 3. Januar 1954 in der Bronx, New York, hinterlässt ein bedeutendes Erbe in der Musikgeschichte. Bereits in den 1970er Jahren schrieb er mit der Band The Dictators Geschichte, deren Debütalbum „Go Girl Crazy!“ 1975 veröffentlicht wurde – ein Jahr vor dem ersten Album der Ramones. Damit gilt Friedman als einer der Wegbereiter des Punk.
Von Punk zu Heavy Metal: Ross Friedmans musikalische Reise
Im Jahr 1980 wechselte Friedman in die Heavy-Metal-Szene und wurde Gitarrist der Band Manowar, die für ihre epischen Metal-Hymnen bekannt ist. Neun Jahre lang war er Teil der Band und spielte auf bedeutenden Alben wie „Battle Hymns“ (1982), „Into Glory Ride“ (1983) und „Hail To England“ (1984). 1988 verließ er Manowar nach der Veröffentlichung des Albums „Kings Of Metal“ und gründete sein eigenes Soloprojekt Ross The Boss sowie die Band Death Dealer.
Die letzten Monate und die Reaktion der Metal-Community
Im Februar 2026 gab Friedman seine ALS-Diagnose bekannt. Die Symptome hatten sich zunächst durch Schwäche in Händen und Beinen bemerkbar gemacht, wobei anfangs kleine Schlaganfälle als Ursache vermutet wurden. In einer emotionalen Erklärung äußerte er:
„Es zerreißt mir das Herz, nicht mehr Gitarre spielen zu können, aber die Welle der Liebe war so, so stark. Ich bin absolut überwältigt von der Liebe und Unterstützung von Familie, Freunden und Fans.“
Die Metal Hall of Fame bestätigte am 27. März 2026 seinen Tod in einem offiziellen Statement. Dort hieß es:
„Ein legendärer Gitarrist und geliebter Vater. Seine Musik und sein Geist haben Fans auf der ganzen Welt berührt. Diese heimtückische Krankheit hat ihm das weggenommen. Sein Vermächtnis bei The Dictators, Manowar und Ross the Boss wird für immer in unseren Herzen und Ohren weiterleben.“
Ein bleibendes Erbe
Friedman wurde 2017 in die Metal Hall of Fame aufgenommen und erhielt den Titel „Globaler Metal-Botschafter“, der seinem Lebenswerk gerecht wird. In dieser Ruhmeshalle finden sich die größten Namen der Szene, darunter auch der verstorbene Ozzy Osbourne.
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