Werl/Hamburg – Udo Lindenberg, der Rock-Ikone und Panik-Präsident, steht vor einem bedeutenden Lebensabschnitt. Am 17. Mai wird er 80 Jahre alt, doch die Aussicht auf diese Zahl bereitet ihm Unbehagen. „Die Zahl ist nicht sexy“, äußerte der 79-Jährige kürzlich. Trotz seiner Bedenken hat er sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Er möchte das hundertste Lebensjahr erreichen. Bei der Eröffnung seiner Ausstellung in Werl, die zahlreiche Besucher anzog, bewies Lindenberg, dass seine kreative Energie ungebrochen ist.
Rund 1000 Gäste strömten in die Walentowski Galerien, um über 200 Werke des Künstlers zu bewundern. Während der Veranstaltung sprach die Deutschrock-Legende offen über das Älterwerden und bezeichnete sich selbst als Mitglied des „Club der Hundertjährigen“. Für das Jahr 2046 plant er eine große Feier, ganz nach dem Motto: „Keine Panik, sondern Vollgas bis 100!“
Udo Lindenbergs Pläne für den 80. Geburtstag
Die Feierlichkeiten zu seinem 80. Geburtstag werden in diesem Jahr ausfallen. Nach Informationen plant Udo Lindenberg eine Reise in die Südsee. In einem Interview im Miniatur Wunderland in Hamburg, wo er seinen „Panik Express“ einweihte, erklärte er: „Ich habe ein Rendezvous, ein bisschen weiter weg, in der Südsee. Der 80. ist ja ein bisschen kleiner als Geburtstag, ich feier’ lieber den 100.“
Die neue Ausstellung: Kunst mit einem Augenzwinkern
Die Ausstellung, die Lindenberg präsentierte, ist geprägt von lebhaften Farben und einem frechen Stil. Die Titel seiner Werke sind für Fans sofort erkennbar: „Hinterm Horizont“, „Ich mach mein Ding“ oder „Sie spielte Cello“. Hier verschmelzen Kunst und Musik zu einem einzigartigen Lindenberg-Universum, stets mit einem humorvollen Unterton. Viele seiner „Likörrellen“ – eine Wortschöpfung aus Likör und Aquarell – sind mit verschiedenen Likören wie Blue Curaçao, Eierlikör oder Grenadine gemalt. „Bilder sollen Spaß machen, bis der Hut wegfliegt!“, betont Udo.
Von der Leidenschaft zur Wertanlage
Was einst als Hobby begann, entwickelte sich schnell zu einer ernsthaften Leidenschaft. Lindenberg erinnert sich daran, dass er ursprünglich nur einige seiner Songs visuell umsetzen wollte. „Und dann ging das richtig ab mit der Malerei“, so der Künstler. Heute sind seine Werke gefragte Sammlerstücke, die für vier- und fünfstellige Beträge gehandelt werden.
Die Nachfrage nach Udos Bildern ist hoch, und sie steigen in der Regel im Wert. Mit einem typischen trockenen Humor bemerkte er während des Rundgangs durch die Ausstellung: „Wenn ich die Knete hätte, würde ich mir selber welche davon kaufen.“
Bildquelle: Hawobo at German Wikipedia via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 de)