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Wie eine Reform die Notfallversorgung optimieren und Kosten im Gesundheitswesen senken könnte

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant eine Reform der Notfallversorgung, um die Zahl der jährlich behandelten Patienten in Rettungsstellen um 1,2 Millionen zu reduzieren. Ziel ist es, über eine Milliarde Euro einzusparen und eine einheitliche Notfallversorgung in Deutschland zu gewährleis…

Wie eine Reform die Notfallversorgung optimieren und Kosten im Gesundheitswesen senken könnte
VCU Libraries from Richmond, VA, USA via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Die Notaufnahmen in deutschen Krankenhäusern sind stark überlastet. Jährlich werden dort etwa 13 Millionen Fälle behandelt. Um dieser Herausforderung zu begegnen, plant Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eine umfassende Reform, die darauf abzielt, die Zahl der in den Rettungsstellen behandelten Patienten erheblich zu reduzieren und gleichzeitig Einsparungen im Gesundheitswesen zu erzielen.

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Nach dem Gesetzentwurf von Warken soll die Reform dazu führen, dass jährlich rund 1,2 Millionen Patienten weniger in den Notaufnahmen behandelt werden. Dies könnte zu Einsparungen von über einer Milliarde Euro führen. „Ziel ist es, für alle Hilfesuchenden eine bundesweit einheitliche und gleichwertige Notfallversorgung sicherzustellen“, wird im Entwurf betont. Kliniken beklagen seit Jahren die Überlastung ihrer Notaufnahmen, was die Notwendigkeit einer Reform unterstreicht. Die Folgen des demografischen Wandels sind auch hier spürbar.

Strategien zur Entlastung der Notaufnahmen

Um die Situation zu verbessern, verfolgt Warken einen dreistufigen Ansatz. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Kassenärztliche Vereinigung verpflichtet wird, durchgängig Videosprechstunden und Hausbesuche auch in akuten Fällen anzubieten. Zudem sollen die Kliniken in Zusammenarbeit mit Notfallpraxen sogenannte integrierte Notfallzentren bilden. Diese Zentren sollen sicherstellen, dass eine bedarfsgerechte ambulante medizinische Erstversorgung bereitsteht, wodurch mehr Patienten behandelt und nach Hause entlassen werden können, ohne dass eine stationäre Aufnahme erforderlich ist.

Die Ärzte in diesen integrierten Notfallzentren sollen zudem befugt sein, den Patienten Medikamente für den akuten Bedarf zu verordnen.

Verbesserte Vergütung für Rettungsdienste

Ein weiterer Schritt zur Entlastung der Rettungsstellen besteht in einer besseren Vergütung für Sanitäter und Krankenwagenfahrer. Bisher erhielten die Rettungsdienste lediglich die Fahrtkosten für den Transport ins Krankenhaus, was oft zu einer unnötigen Inanspruchnahme von Rettungsmitteln und Notaufnahmen führte. Zukünftig sollen die Rettungsdienste in der Lage sein, Hilfesuchende vor Ort zu versorgen und gegebenenfalls an eine Arztpraxis weiterzuleiten. Hierfür plant die Gesundheitsministerin die Einführung einer neuen Sachleistung, die von den Krankenkassen getragen werden soll.

Finanzielle Einsparungen durch die Reform

Die Reform soll nicht nur die Notaufnahmen entlasten, sondern auch zu finanziellen Einsparungen führen. Laut dem Gesetzentwurf wird im kommenden Jahr mit einer Einsparung von über 200 Millionen Euro gerechnet. Bis 2028 sollen die Einsparungen auf 650 Millionen Euro steigen, und bis 2030 wird eine Einsparung von 1,1 Milliarden Euro prognostiziert. Automatische Erhöhungen ab 2027 könnten ebenfalls eine Rolle spielen.

Nina Warken hat ihre Reformideen vorgestellt, um der rasanten Zunahme der Gesundheitsausgaben entgegenzuwirken. Kliniken, niedergelassene Ärzte, die Pharmaindustrie sowie die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen sollen gemeinsam dazu beitragen, das Gesundheitssystem finanziell tragfähig zu halten. Das Kabinett wird voraussichtlich Ende April über die Reform beraten und entscheiden.

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Bildquelle: VCU Libraries from Richmond, VA, USA via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

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