Erpressungsvorwürfe gegen FIFA-Chef Infantino durch Prinz Al-Hussein
Der FIFA-Präsident, Gianni Infantino, sieht sich aktuellen Vorwürfen gegenüber, die insbesondere von Prinz Ali bin al-Hussein, dem Präsidenten des jordanischen Fußball-Verbandes, erhoben werden. Al-Hussein bezichtigt den Weltverband, den Spielern finanzielle Mittel vorenthalten zu haben.
Auf der Plattform X äußerte sich der Prinz und berichtete, dass ihm während der Weltmeisterschaft gesagt wurde, dass eine Unterstützung für Infantino dem jordanischen Fußballverband von erheblichem Vorteil sein könnte. „Wir haben ihn bisher nicht unterstützt und werden dies auch künftig nicht tun“, betonte Al-Hussein, der die Situation als Erpressung interpretiert und dies nicht akzeptieren möchte. Der Weltverband wurde um eine Stellungnahme zu diesen Vorwürfen gebeten.
Hintergrund zu Prinz Al-Hussein und Gianni Infantino
Prinz Ali bin al-Hussein trat 2016 gegen Gianni Infantino bei den Wahlen zur FIFA-Präsidentschaft an, musste jedoch eine Niederlage einstecken. Zuvor war er bereits 2015 gegen den damaligen FIFA-Präsidenten Sepp Blatter gescheitert. Zwischen 2011 und 2015 war er als Vizepräsident im Exekutivkomitee der FIFA tätig.
In seiner Kritik macht Al-Hussein zudem geltend, dass der Weltverband dem jordanischen Team noch Geld schulde. Jordanien wurde im Dezember 2025 Zweiter beim FIFA Arab Cup und hat Anspruch auf ein Preisgeld von 4,2 Millionen Dollar (rund 3,6 Millionen Euro). Der Prinz stellte fest, dass die Auszahlung des Geldes noch ausstehe, während die FIFA gleichzeitig über ihre finanziellen Rücklagen informiert.
FIFA unter Druck
Die Vorwürfe gegen Infantino kommen zu einem Zeitpunkt, an dem dieser bereits in der Kritik steht. Vor Kurzem plante er, Teile der Rechte an Weltmeisterschaften an Investoren zu verkaufen, was weltweit auf starken Widerstand stieß. Infolgedessen kündigte die UEFA einen Boykott aller FIFA-Wettbewerbe an, was zur Folge hatte, dass die FIFA ihre Pläne schnell zurückziehen musste. Dennoch bleibt die Kritik an Infantino bestehen, und es wird spekuliert, ob seine Amtszeit als Präsident des Weltverbands bald enden könnte.
FIFA-Krisensitzung in Marokko
Inmitten dieser Kontroversen hat Infantino offenbar eine Krisensitzung einberufen, die in Marokko stattfinden soll. Dieses Treffen könnte darauf abzielen, die aktuellen Herausforderungen und Vorwürfe zu besprechen und die interne Stabilität des Weltverbands zu gewährleisten.
Die Lage rund um die FIFA und ihren Präsidenten bleibt angespannt, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Vorwürfe sowie die allgemeine Kritik auf die zukünftige Führung des Weltverbands auswirken werden.
Quellen: n-tv, FAZ
Bildquelle: United Nations Office on Drugs and Crime via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)
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