Die militärische Kooperation zwischen den USA und Südkorea hat eine entscheidende Wende genommen. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die derzeit laufenden gemeinsamen Militärübungen drastisch zu reduzieren. Diese Entscheidung begründet er mit den hohen Kosten, den Entwicklungen im Iran und seinen Verbindungen zu Nordkorea.
In einem Post auf Truth Social äußerte Trump seine Unzufriedenheit mit der früheren Zustimmung zu den gemeinsamen Übungen. Er wies darauf hin, dass diese nicht nur teuer seien, sondern dass die USA einen großen Teil der Kosten allein tragen müssten. Zudem kritisierte er, dass Südkorea sich den Anstrengungen zur Denuklearisierung im Zusammenhang mit dem Iran nicht anschließen wolle.
Trump stellte fest, dass es zu spät sei, um die Übungen vollständig abzusagen. Daher befahl er Verteidigungsminister Pete Hegseth, die Militärübungen mit Südkorea „wesentlich zu reduzieren“.
Jährlich führen die USA und Südkorea solche Übungen durch, um ihre Verteidigungsfähigkeit zu festigen. In Südkorea sind nahezu 30.000 US-Soldaten dauerhaft stationiert. Die nordkoreanische Regierung kritisiert regelmäßig die Militärmanöver der USA und Südkoreas und sieht sie als Vorbereitung auf einen möglichen Angriff.
Darüber hinaus plant Nordkorea den Bau von zwei großen Kriegsschiffen pro Jahr, die mit Atomwaffen ausgestattet werden können.
Bereits während seiner ersten Amtszeit unternahm Trump Versuche, die Militärübungen zu beenden. Überraschend kündigte er damals an, die Manöver aussetzen zu wollen. Er sucht immer wieder den Dialog mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong Un und hatte während seiner ersten Amtszeit bereits dreimal ein Treffen mit ihm. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat Trump ein weiteres Interesse an der Fortsetzung dieser Gespräche bekundet.
In seinen Äußerungen hebt Trump regelmäßig die positiven Beziehungen zu Kim hervor. Kürzlich teilte er ein Bild von sich mit dem nordkoreanischen Machthaber und betonte das gute Verhältnis. In seinem neuesten Beitrag bezeichnete er die Beziehungen als „sehr gut“.
In der letzten Zeit hat Nordkorea mehrfach Kurzstreckenraketen getestet und droht Südkorea mit militärischen Maßnahmen, während es den Süden als „Hauptfeind“ betrachtet. Trotz weitreichender UN-Sanktionen und zusätzlichen US-Sanktionen aufgrund seines Atomprogramms führt das Land seine Raketentests fort.
Quellen: tagesschau, Der Spiegel
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