Nachrichten aus Köln und der Region

Aktuelles Echo
Live-Ticker: Ukraine Krieg: Selenskyjs Flugzeug beinahe von Drohne getroffen Live-Ticker: Ukraine Krieg: Selenskyjs Flugzeug beinahe von Drohne getroffen Vor 4 Stunden Kinofest Köln: Erleben Sie Filme für nur fünf Euro an bestimmten Tagen Kinofest Köln: Erleben Sie Filme für nur fünf Euro an bestimmten Tagen Vor 8 Stunden Wie finde ich meinen Style? Die Säule 2: Deine Körperformen 💃✨ Wie finde ich meinen Style? Die Säule 2: Deine Körperformen 💃✨ Vor 16 Stunden Wie finde ich meinen Style? Die Säule 2: Deine Körperformen 💃✨ Wie finde ich meinen Style? Die Säule 2: Deine Körperformen 💃✨ Vor 16 Stunden Kölner Musiker Peter Brings als Entführungsopfer in neuem Kriminalroman Kölner Musiker Peter Brings als Entführungsopfer in neuem Kriminalroman Vor 1 Tag JP Kraemer lässt erste Firmen nach Schließung wieder erstehen JP Kraemer lässt erste Firmen nach Schließung wieder erstehen Vor 2 Tagen Lebensbescheinigung für Rentner: Abgabetermin Ende September beachten Lebensbescheinigung für Rentner: Abgabetermin Ende September beachten Vor 2 Tagen ADAC warnt vor E10: Hohe Preise und mögliche Alternativen für Autofahrer ADAC warnt vor E10: Hohe Preise und mögliche Alternativen für Autofahrer Vor 2 Tagen Melania Trump und Donald Trump: Die wachsenden Zweifel an ihrer Ehe Melania Trump und Donald Trump: Die wachsenden Zweifel an ihrer Ehe Vor 2 Tagen Kann Hallervorden Merz‘ Zukunft als Kanzler in Frage stellen? Kann Hallervorden Merz‘ Zukunft als Kanzler in Frage stellen? Vor 2 Tagen

Langsame Fortschritte: Schlepperverband mit Wal nähert sich Fehmarn

Ein Buckelwal, der wochenlang an der Ostseeküste festsaß, wird nun in einer Barge Richtung Nordsee geschleppt. Helfer haben in einer emotionalen Aktion den Wal erfolgreich in die Barge bugsiert, während die Rettungsaktion in die entscheidende Phase eintritt.

Langsame Fortschritte: Schlepperverband mit Wal nähert sich Fehmarn
KI-generiert / KI-generiert

Für den einst gestrandeten Buckelwal in der Ostsee gibt es derzeit positive Nachrichten. Das Tier befindet sich in einer Barge und bewegt sich vorwärts. Bis jedoch von einer erfolgreichen Rettung gesprochen werden kann, ist noch ein langer Weg zu gehen.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Der Schleppverband, der den Buckelwal, der wochenlang an der Ostseeküste festsaß, transportiert, ist auf dem Weg in die Nordsee. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst VesselFinder befand sich der Verband am frühen Morgen etwa elf Kilometer südöstlich von Fehmarn. Der Transport erfolgt mit „sehr langsamer Geschwindigkeit“, wie ein Sprecher der begleitenden Wasserschutzpolizei mitteilte. Gemäß den Plänen einer privaten Rettungsinitiative soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dort freigelassen werden.

Am Abend übernahm der Schlepper „Robin Hood“ die Barge mit dem Wal am Ausgang der Kirchsee vor der Insel Poel. Anschließend fuhr er mit dem mit Wasser gefüllten Lastkahn in die Wismarbucht und weiter hinaus auf die offene Ostsee.

Fortschritte bei der Rettungsaktion

Nachdem die „Robin Hood“ die Barge auf den Haken genommen hatte, machte auch das Mehrzweckschiff „Fortune B“ im Hafen von Wismar los und folgte dem Schleppverband. Den bisherigen Plänen zufolge soll eines der Schiffe den motorlosen Lastkahn schleppen, während das andere den Verband begleitet.

Emotionale Momente für die Helfer

Mit der Verlegung des Wals in die Barge trat die Rettungsaktion am Dienstag in eine entscheidende Phase. Mehrere Stunden lang hatten Helfer das Tier in eine eigens gebaggerte Rinne bugsiert. Mitglieder des Teams zogen den Wal mit Gurten in die Barge. Um 14:45 Uhr war das Tier schließlich in dem abgesenkten Kahn. Anschließend wurde ein Netz aufgespannt, um zu verhindern, dass der Wal wieder herausschwimmt. Kleinere Boote schoben die Barge dann hinaus aus der Kirchsee in die Wismarbucht, wo sie vom Schlepper „Robin Hood“ auf den Haken genommen wurde.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus zeigte sich nach der geglückten Aktion erleichtert.

„Mir fällt wirklich ein Stein vom Herzen“,

sagte er im Hafen von Kirchdorf.

„Ich war auch kurz davor, ins Wasser zu springen, um ihm noch auf den letzten Metern mitzuhelfen.“

Der Minister gestand, dass er auf dem Schiff, von wo er die Aktion beobachtete, geweint habe.

Hoffnung und Zweifel

Nach der Aktion fielen sich die Helfer der privaten Rettungsinitiative im Hafen in die Arme, bei manchem rollte eine Träne der Erleichterung nach bangen Wochen voller Anspannung. Bei ihrer Ankunft im Hafen von Kirchdorf wurden sie von den Anwesenden teils mit Jubel und Klatschen empfangen.

„Die Hoffnung haben wir nie aufgegeben“,

sagte eine Schaulustige vor Ort.

Experten hatten vor der Bergung Zweifel am Sinn des Unterfangens geäußert.

„Der Allgemeinzustand des Wals hat sich weiter verschlechtert“,

betonten Wissenschaftler. Um den Gesundheitszustand des Wals zu überwachen, sollten nach Angaben der privaten Initiative Veterinärmediziner das Tier auf dessen mehrtägiger Reise in Richtung Nordsee begleiten.

Die Zukunft des Wals

Unklar bleibt, ob der Wal den Transport überstehen wird und ob er in der Nordsee oder im Atlantik wieder in Freiheit leben kann. Wissenschaftler vermuten, dass er vor seiner Strandung immer wieder flaches Wasser aufgesucht hatte, weil er geschwächt war und sich ausruhen wollte.

Der Buckelwal war nach Angaben der Behörden erstmals Anfang März in Küstennähe aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar. In der Nacht zum 23. März strandete er auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein. Zwar gelang es dem Tier, das flache Wasser über eine ausgehobene Rinne zu verlassen. Danach nahm es jedoch nicht Kurs aufs offene Meer und Richtung Norden, sondern schwamm wieder zurück in Richtung Wismar.

Schließlich schwamm es in die Kirchsee genannte flache Bucht der Insel Poel. Dort strandete es erneut, schwamm sich zwischenzeitlich frei, lag aber wenige Stunden später am Ausgang der Bucht wieder fest. So kam es zu der nun laufenden Rettungsvariante.

Bildquelle: depositphotos

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.