Der Serienmörder Ted Bundy, der für zahlreiche Verbrechen verantwortlich gemacht wird, hat nun in einem weiteren Fall seine Schuld gestanden. Über 50 Jahre nach dem Mord an der 17-jährigen Laura Ann Aime konnte die US-Polizei den Fall nun eindeutig Bundy zuordnen.
Laura Ann Aime wurde zuletzt 1974 gesehen, als sie eine Halloween-Party in Utah County verließ. Zeugen berichteten, dass sie in einem Supermarkt noch einige Einkäufe erledigen wollte. Weniger als einen Monat später entdeckten zwei Studenten bei einer Wanderung im American Fork Canyon ihre Leiche. Der Körper wies deutliche Spuren von Misshandlungen auf und war noch gefesselt. Die Ermittler stellten fest, dass Aime mit einem Nylonstrumpf erdrosselt wurde und zudem schwere Verletzungen am Kopf erlitt.
„Die tagelange Misshandlung, die Aime erlitten hat, entspricht den gut dokumentierten Taktiken von Bundy“, erklärte das Sheriff-Büro in einer Mitteilung zur Aufklärung des Falls.
Bundy hatte den Mord vor seiner Hinrichtung gestanden, doch die Ermittler hielten den Fall weiterhin offen, bis sie zweifelsfrei beweisen konnten, dass er für die abscheulichen Verbrechen an Laura verantwortlich war. Erinnerungen wachrufen: Polizei ermittelt nach 30 Jahren in Wolfsburg.
Technologischer Fortschritt bringt Klarheit
Im Jahr 2025, kurz vor dem 51. Jahrestag von Aimes Verschwinden, wurden die vorhandenen Beweismittel an das Utah Bureau of Forensic Services übermittelt. Die Ermittler hofften, dass die fortschreitende Technologie ihnen helfen würde, den Mörder der Jugendlichen zu identifizieren. In der nun veröffentlichten Mitteilung heißt es, die Ergebnisse seien „großartig“ und bestätigten „unwiderlegbar“, dass die auf der Leiche gefundene DNA von Bundy stamme.
Michelle Impala, die jüngere Schwester von Aime, äußerte sich gegenüber der Salt Lake Tribune und sagte, dass Aime „sehr froh zu wissen“ wäre, dass ihr Mörder endlich identifiziert wurde.
Bundys Verbrechen und seine Vorgehensweise
Bundy war im Herbst 1974 nach Salt Lake City gezogen, nur eine Stunde von Utah County entfernt, um an der University of Utah Jura zu studieren. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits mindestens neun Frauen in Washington, Oregon und Idaho getötet. Er hielt sich häufig in Gegenden auf, die von Studenten frequentiert wurden, und lockte seine Opfer in sein Auto, betäubte sie und brachte sie an abgelegene Orte. Dort vergewaltigte er sie oft über mehrere Tage, bevor er sie schließlich erdrosselte.
Bundy wurde 1989 in Florida durch den elektrischen Stuhl hingerichtet. Er gestand bis zu 30 Morde in verschiedenen Bundesstaaten, doch die Behörden vermuten, dass die tatsächliche Zahl seiner Taten weitaus höher ist.
Die Aufklärung des Falls von Laura Ann Aime zeigt, wie wichtig moderne forensische Techniken sind, um auch Jahrzehnte nach einem Verbrechen Gerechtigkeit zu erlangen.
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Bildquelle: ai-variation-gemini