19.05.2026 – 17:26
Polizei Paderborn
POL-PB: Erneut haben Telefonbetrüger im Kreis Paderborn erfolgreich zugeschlagen – Senioren gaben wertvolle Goldmünzen ab. Die Polizei appelliert an Angehörige, ihre älteren Familienmitglieder aufzuklären!
Delbrück und Paderborn (ots)
(vh) Am Dienstag, dem 19. Mai 2026, erbeuteten Telefonbetrüger in Delbrück und Paderborn wertvolle Goldmünzensammlungen von Senioren.
Gegen 12:30 Uhr erhielt eine 73-jährige Frau in Delbrück einen Anruf von einem vermeintlichen Polizisten aus München. Dieser informierte sie darüber, dass ihr Sohn in einen Verkehrsunfall verwickelt sei, bei dem eine Person tödlich verletzt wurde. Der falsche Beamte forderte eine Kaution im mittleren fünfstelligen Bereich für ihren Sohn. Als die Seniorin angab, nicht über so viel Geld zu verfügen, wurde sie aufgefordert, nach anderen Wertgegenständen, wie Gold, zu suchen. Unter dem Druck der Situation wurde die Frau etwa zwei Stunden lang am Telefon gehalten und gab schließlich an, Goldmünzen im fünfstelligen Wert zu besitzen.
Im weiteren Verlauf des Tages erschien ein angeblicher „Herr Nowak“ als Abholer und nahm die Goldmünzen entgegen. Der Mann war schätzungsweise 35 bis 40 Jahre alt, schwarz gekleidet und hatte kurzes, nach hinten gegeltes Haar.
Erst später wurde der Seniorin bewusst, dass sie auf eine Betrugsmasche hereingefallen war, die sie zuvor in den Medien gehört hatte, und sie erstattete Anzeige. Weitere Informationen zu den Maschen, die Verbraucher betreffen, finden Sie in der Analyse über neue Betrugsmaschen.
Ein weiterer Vorfall eines perfiden Telefonbetrugs ereignete sich gegen 15:00 Uhr in Paderborn.
Ein angeblicher Arzt aus einem Paderborner Krankenhaus kontaktierte einen 90-jährigen Mann und behauptete, dessen Tochter sei an einer akut lebensbedrohlichen Erkrankung erkrankt, die nur mit einem Medikament aus der Schweiz behandelt werden könne. Andernfalls würde sie bald sterben. Für das Medikament müsse der Senior eine Kaution im fünfstelligen Bereich hinterlegen. Auch hier wurde der Senior über einen längeren Zeitraum am Telefon gehalten und emotional unter Druck gesetzt. In dem Glauben, seiner Tochter helfen zu müssen, übergab er einem vermeintlichen Krankenhausmitarbeiter seine Goldmünzensammlung im Wert von mehreren zehntausend Euro. Erst später wurde ihm klar, dass er einem Betrug zum Opfer gefallen war. Der Abholer war etwa 170 cm groß, leicht untersetzt und sprach Deutsch mit starkem Akzent.
Im Laufe des Nachmittags erhielt die Polizei Paderborn zahlreiche Anrufe, in denen von ähnlichen Betrugsversuchen berichtet wurde. In mehreren Fällen gaben falsche Polizeibeamte an, dass in der Umgebung Einbrecher festgenommen worden seien, die Listen mit den Adressen weiterer potenzieller Opfer mitführten. Diese wollten sie vorsorglich warnen und deren Wertgegenstände sichern, um größeren Schaden zu vermeiden.
Die Polizei warnt eindringlich vor allen Formen des Telefonbetrugs. Angehörige werden gebeten, regelmäßig mit älteren Familienmitgliedern über dieses Thema zu sprechen, um das Bewusstsein für die Gefahr solcher Anrufe zu schärfen. Bei solchen Anrufen handelt es sich stets um Betrug. Die Täter setzen ihre Opfer am Telefon massiv unter Druck. Weitere Informationen zu Telefonbetrug und Betrug durch Messenger-Nachrichten sowie Präventionsmaterialien sind auf der Homepage der Polizei Paderborn unter „Geschockt am Telefon? Auflegen!“ zu finden: https://paderborn.polizei.nrw/artikel/geschockt-am-telefon-auflegen
Rückfragen von Medienvertretern bitte an:
Kreispolizeibehörde Paderborn
- – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit –
- Telefon: 05251 306-1313
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Außerhalb der Bürozeiten:
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Ein weiterer interessanter Fall betrifft ein Ehepaar in Kempten, das wegen Diebstahls aus Parkautomaten in die Schlagzeilen geriet. Details dazu finden Sie in unserem Artikel über die Vorwürfe gegen das Ehepaar.
Quellen: presseportal
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Bildquelle: Markus Spiske auf Pexels