Nordrhein-Westfalen: Drei Waschbärbabys wurden gerettet, doch ihr Schicksal nahm eine tragische Wendung.
In Solingen (Nordrhein-Westfalen) ereignete sich eine herzzerreißende Rettungsaktion: Drei kleine Waschbärbabys waren in einer Falle gefangen, etwa fünf Meter über dem Boden auf einem Vordach. Die Gefahr des Absturzes war groß, weshalb die Anwohner die Feuerwehr alarmierten. Diese rückte mit einer Drehleiter an, um die Tiere in einem Karton in Sicherheit zu bringen.
Die Situation war äußerst angespannt, da das dritte Baby, während die Einsatzkräfte bereits die ersten beiden Tiere gerettet hatten, abrutschte. Glücklicherweise konnte auch dieses Waschbärbaby noch gerettet werden. Ein viertes Tier, das sich im Dachkasten versteckte, wurde ebenfalls von einem Dachdecker befreit.
Nach der Rettung wurden die Waschbären dem zuständigen Jäger übergeben. Doch die Freude über die Rettung währte nur kurz, denn wie sich herausstellte, bedeutete dies nicht, dass die Tiere überleben würden. Laut Berichten wurden die Waschbärbabys getötet.
Die Tötung der Tiere ist gesetzlich vorgeschrieben. Waschbären gelten als invasive Art, und die Behörden versuchen, ihre Ausbreitung zu kontrollieren. Erwachsene Waschbären dürfen nur in einem bestimmten Zeitraum gejagt werden, während Jungtiere ganzjährig getötet werden dürfen. Dies regelt eine Verordnung der Europäischen Union, wie der Landesjagdverband NRW erläutert. Die Stadt Solingen bestätigte, dass die Tötung tierschutzgerecht erfolgt sei, und laut „Solinger Tageblatt“ wurden die Tiere erschossen.
Der Waschbär, ursprünglich aus Nordamerika stammend, hat sich seit seiner Einführung in Deutschland zu einem der häufigsten Wildtiere entwickelt. Laut dem Projekt Zowiac der Goethe-Universität Frankfurt wurde er Anfang des 20. Jahrhunderts zur Pelztierhaltung nach Deutschland gebracht. Seit seiner Auswilderung im Jahr 1934 am Edersee in Hessen und durch Ausbrüche aus Pelzfarmen hat sich die Art in über 20 europäischen Ländern etabliert.
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Quellen: Bild
Bildquelle: Darkone via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.5)