In Nordrhein-Westfalen haben 16 von 17 Städten für eine Bewerbung zur Ausrichtung der Olympischen Spiele gestimmt. Nach dem gescheiterten Bürgerentscheid in Herten sind jedoch Umplanungen erforderlich.
Aktuell finden Gespräche über alternative Standorte für die Mountainbike-Wettbewerbe statt. Informationen aus den Kreisen der Olympia-Bewerbung deuten darauf hin, dass der zuständige Sportverband bereits verschiedene Optionen prüft und Gespräche mit den betroffenen Städten führt.
Obwohl die Wähler in Herten mit über 73 Prozent für die Olympia-Bewerbung der Region Rhein-Ruhr gestimmt haben, wurde das notwendige Quorum von 15 Prozent nicht erreicht. Herten sollte zusammen mit Recklinghausen die Mountainbike-Wettkämpfe auf der Halde Hoheward ausrichten, die sich auf dem Gebiet beider Städte befindet.
Alternative Wettkampfstätten für Mountainbike-Wettbewerbe
Bereits im Vorfeld hatten die Organisatoren für nahezu alle Sportarten alternative Wettkampfstätten vorgesehen. Berichten zufolge stellten fehlende Zustimmungen aus Gelsenkirchen und Köln eine Herausforderung dar. Aus den Kreisen der Olympia-Bewerbung wurde am Dienstag mitgeteilt, dass es bereits einige Alternativen für den Ernstfall gegeben hätte.
Köln wird als „Leading City“ fungieren, wo das Olympische Dorf sowie ein temporäres Leichtathletikstadion entstehen sollen. Zudem sind dort Wettkämpfe in verschiedenen Sportarten wie Radsport, Freiwasserschwimmen, Bogensport, Turnen, Fußball, Rugby und Tennis geplant. In Gelsenkirchen sollen die Indoor-Schwimmwettkämpfe sowie das olympische Wasserballturnier in der Veltins-Arena stattfinden.
Ungewisse Zukunft für Recklinghausen
Die weitere Entwicklung in Recklinghausen bleibt ungewiss, da die Stadt ohne die Zustimmung aus Herten aus der Olympia-Bewerbung herauszufallen droht.
Nordrhein-Westfalen hatte nach München als zweite Region ein Referendum zur Bewerbung abgehalten. In München stimmten 66,4 Prozent für die Bewerbung, während in Nordrhein-Westfalen 66 Prozent der Wähler zustimmten. Allerdings waren in NRW deutlich mehr Bürger zur Wahl aufgerufen.
Ein Sprecher der Olympia-Bewerbung äußerte, dass die Bevölkerung in Köln und der Region Rhein-Ruhr sich klar für die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgesprochen hat. Rund zwei Drittel der Stimmen wurden abgegeben, was eine historische Beteiligung darstellt. Das Ergebnis wurde auch von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst als Erfolg gewertet.
Für das bevorstehende Rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach gibt es ebenfalls großes Interesse.
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Bildquelle: ai-generated-gemini