„Die Nosferatu-Spinne wird immer häufiger in Köln gesichtet“, berichtet eine besorgte Anwohnerin aus dem Kölner Zentrum.
In Köln häufen sich die Sichtungen der Nosferatu-Spinne, die in den letzten Wochen vermehrt in Wohnungen und öffentlichen Bereichen entdeckt wurde. Auf dem Beobachtungsportal des Naturschutzbundes (Nabu) sind zahlreiche Meldungen aus verschiedenen Stadtteilen eingegangen. Die Spinne, die mit ihrem auffälligen Aussehen zunächst bedrohlich wirkt, gilt laut Nabu jedoch als ungefährlich für den Menschen.
Häufige Sichtungen in der Stadt
Die letzten Meldungen über die Nosferatu-Spinne stammen aus der Kölner Innenstadt, Lindenthal, Müngersdorf sowie aus dem Norden und Osten der Stadt. Am Montag, dem 17. August, wurden mehrere Exemplare aus dem Zentrum sowie aus den Stadtteilen Köln-Ost und Lindenthal/Müngersdorf gemeldet. In den Tagen zuvor gab es ebenfalls zahlreiche Beobachtungen, wobei die Spinnen häufig in Schlafzimmern, Badezimmern oder an Gardinen entdeckt wurden. Eine Anwohnerin berichtete von fünf Sichtungen innerhalb von vier Wochen in ihrer Wohnung.
Ursprung und Verbreitung der Art
Die Nosferatu-Spinne ist in Deutschland nicht neu. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, und der erste Nachweis in Deutschland wurde laut Nabu im Jahr 2005 in Baden-Württemberg erbracht. Bereits 2006 wurde sie auch in Köln nachgewiesen. Inzwischen hat sich die Art in ganz Deutschland verbreitet, wobei besonders viele Nachweise in Nordrhein-Westfalen entlang von Rhein und Ruhr verzeichnet werden.
Gefährlichkeit der Nosferatu-Spinne
Mit einer Körperlänge von etwa zwei Zentimetern und einer Beinspannweite von bis zu sechs Zentimetern zählt die Nosferatu-Spinne zu den auffälligeren Arten in Deutschland. Ihren Namen verdankt sie einer charakteristischen Zeichnung auf ihrem Vorderkörper, die an die Filmfigur Nosferatu erinnert. Die Spinne gehört zu den Kräuseljagdspinnen und baut kein Fangnetz, sondern verfolgt ihre Beute aktiv.
Obwohl die Nosferatu-Spinne in der Lage ist, die menschliche Haut mit ihren Mundwerkzeugen zu durchdringen, gilt ihr Gift als ungefährlich. Ein Biss wird mit einem leichten Wespenstich verglichen und tritt in der Regel nur auf, wenn die Spinne sich bedroht fühlt.
Regelmäßige Beobachtungen in Köln
Die aktuellen Meldungen belegen, dass die Nosferatu-Spinne mittlerweile in vielen Stadtteilen Kölns regelmäßig gesichtet wird. Berichte kommen unter anderem aus Nippes, Ossendorf, Bickendorf, Lindenthal, Müngersdorf, Mülheim, Dellbrück und dem Stadtzentrum.
Wer eine Nosferatu-Spinne entdeckt, kann dies beim Nabu-Naturgucker melden und ein Foto hochladen. Diese Meldungen sind wichtig, um die Ausbreitung der Art zu dokumentieren. Bislang sind bundesweit rund 35.000 Meldungen von mehr als 20.000 Menschen eingegangen.
Schutzmaßnahmen und Empfehlungen
Die Stadt Köln betrachtet die Nosferatu-Spinne nicht als invasive Bedrohung für das Ökosystem. Eine Sprecherin der Stadt betont, dass man „mit ihr leben“ müsse. Dennoch empfiehlt die Stadt, Insektengitter an Fenstern und Terrassentüren anzubringen, um das Eindringen der Spinnen in Wohnungen zu verhindern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Nosferatu-Spinne in Köln zunehmend präsent ist, jedoch für die Bevölkerung keine ernsthafte Gefahr darstellt. Ihre Ausbreitung könnte durch die milden Winter und den Warenverkehr begünstigt werden.
Quellen: t-online
Bildquelle: Liliāna Legzdiņa auf Pexels
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.