Kölner Musiklegende Hardy Schuster verstorben
Die Kölner Musik- und Karnevalsszene trauert um Hardy Schuster, der im Alter von 63 Jahren verstorben ist. Sein Tod ereignete sich unerwartet Ende Juni. Weggefährten und Freunde erinnern sich an ihn und würdigen sein musikalisches Erbe.
Hardy Schuster, vielen bekannt als „Hardy S. Party“, war eine prägende Figur in der Kölner Musikszene und der alternativen Karnevalskultur. Seine Lebensgefährtin Birgit auf der Landwehr bestätigte den Todesfall. In einem Nachruf auf der Vereinsseite der Pappnasen Rotschwarz äußerten sie ihre Trauer: „Wir sind sehr traurig. Am Samstag (27. Juni) verstarb Hardy völlig unerwartet. Er machte unsere musikalischen Träume wahr. Man kann die Welt auch mit Musik verändern. Danke, Hardy.“ Details zu den Umständen seines Todes wurden bislang nicht veröffentlicht, jedoch wird berichtet, dass er bei einem Sportunfall auf einem See in der Nähe von Köln ums Leben kam.
Hardy Schuster als Sänger der Band Steine
Über seine Rolle im Karneval hinaus war Schuster als Sänger der Band Steine bekannt. Er hatte zuvor in verschiedenen Musikprojekten mitgewirkt und trat zuletzt als Vorgruppe der Glam-Rock-Band The Sweet auf. Der Mietrebell und Aktivist Kalle Gerigk, der eine enge musikalische Verbindung zu Schuster hatte, äußerte sich tief betroffen über dessen Tod. Auf Facebook schrieb er: „Ich bin unendlich traurig über den Tod von Hardy Schuster. Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Ich bin dankbar, dass ich ihn kennenlernen durfte. Die schönen Momente, die wir gemeinsam erlebt haben, werden für mich unvergesslich bleiben. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden sowie allen, die ihm nahestanden. Mach’s gut, Hardy. Du wirst fehlen. Deine Musik wird bleiben und in unseren Herzen weiterklingen.“
Erinnerungen und Anteilnahme im Netz
Gerigk teilte auch Erinnerungen an gemeinsame Auftritte, darunter einen Moment, als Schuster ihn spontan auf der Gitarre begleitete, während er den Brings-Song „Wem jehürt de Stadt“ anstimmte. Unter Gerigks Facebook-Beitrag fanden sich zahlreiche Beileidsbekundungen und Erinnerungen an Schuster. Ein Nutzer erinnerte sich an Hardys Gesangseinlagen bei den TTIP-Tanzdemos auf dem Roncalliplatz und wünschte ihm eine gute Reise. Ein anderer Nutzer zeigte sich überrascht über die Nachricht: „Oh nein! Das kommt jetzt unerwartet!“ Eine weitere Nutzerin drückte ihr Bedauern aus: „Ja, es tut immer weh, wenn gute Freunde gehen müssen.“
Vielseitige Rolle bei den Pappnasen Rotschwarz
Schuster war nicht nur als Musiker aktiv, sondern auch als Tontechniker und Toningenieur für die Pappnasen Rotschwarz tätig. Er war ein fester Bestandteil des „Zoch vor dem Zoch“, einer beliebten Tradition in Köln, bei der die Pappnasen Rotschwarz als politisch-satirischer Protestzug durch die Innenstadt ziehen. Anstelle von Kamelle verteilen sie satirische Flugblätter und setzen sich für Themen wie Klimaschutz und Verkehrswende ein. Die Gruppe versteht sich nicht nur als Karnevalsgesellschaft, sondern als politisch engagierte Karnevalsgruppe. Zu den Mitbegründern zählt Thomas Pfaff, der zuvor bei der Stunksitzung aktiv war. In einem anderen Kontext stellt sich die Frage, wie Katy Karrenbauer den Verlust ihrer geliebten Mutter bewältigt.
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Quellen: t-online, Merkur
Bildquelle: KI generiert