Die Kölner Sängerin Sarah Engels hat sich in einer aktuellen Instagram-Mitteilung zu den schweren Vorwürfen geäußert, die Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben hat. Diese Vorwürfe haben Engels stark bewegt und sie warnt vor einem bestimmten Typus von Männern.
Engels teilte mit, dass sie persönliche Erfahrungen mit verschiedenen Formen von Gewalt gemacht hat, darunter psychische, häusliche und digitale Gewalt. In ihrer Instagram-Story äußerte sie: „Ich selbst weiß, wie sich psychische, häusliche, sexualisierte, digitale und strukturelle Gewalt im engsten persönlichen Umfeld anfühlen.“ Sie beschreibt das Gefühl, die eigene Identität und Stimme zu verlieren, wenn Frauen oft nicht geglaubt werden und sich selbst hinterfragen müssen.
Die Kölnerin setzt sich seit Jahren für die Sichtbarkeit von Frauen ein und betont, dass die gefährlichsten Männer häufig nicht die Fremden sind, denen man auf der Straße begegnet, sondern die aus dem engsten Umfeld. Engels appelliert, das Schweigen über solche Themen zu brechen und zeigt Respekt für Fernandes, die mit ihren Aussagen einen wichtigen Beitrag leistet.
Bereits zuvor hatte Engels in einem persönlichen Statement auf die Problematik hingewiesen, dass aus Tätern oft Opfer gemacht werden und die Schuld auf die Frauen abgewälzt wird. Sie äußerte, dass dies zu einem Verlust des Vertrauens und eines Teils der eigenen Identität führen kann. Am selben Abend war sie im „Kölner Treff“ zu Gast, wo sie über ihre Erfahrungen und ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest sprach.
Die Debatte über Gewalt gegen Frauen wurde durch eine Recherche angestoßen, in der Collien Fernandes ihrem Ex-Mann schwerwiegende Vorwürfe macht. Dazu gehören unter anderem die Verbreitung gefälschter sexueller Bilder und die Annahme ihrer Identität im Internet, um sexuelle Avancen zu machen. Fernandes bezeichnet dies als „digitale Vergewaltigung“ und hat einige Vorwürfe eidesstattlich versichert.
Christian Ulmen hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sein Anwalt hat die Anschuldigungen als unwahr zurückgewiesen und betont, dass es sich um einseitige Darstellungen handelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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Bildquelle: 9EkieraM1 via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)