Tierrechtsorganisation PETA kritisiert Feuerwerk bei Kölner Lichtern
Die Tierrechtsorganisation PETA hat sich für ein Verbot von Feuerwerk bei den Kölner Lichtern ausgesprochen. Die Organisation sieht sowohl Wildtiere als auch die trockene Umgebung durch das Spektakel gefährdet.
Die Vorbereitungen für die Kölner Lichter sind im Gange, und es werden Tickets für Tribünen und Schiffe verkauft. In diesem Jahr wird zudem eine Drohnenshow das traditionelle Feuerwerk ergänzen. PETA hingegen hält das Feuerwerk für nicht mehr zeitgemäß.
PETA appelliert an die Veranstalter
Nach eigenen Angaben hat PETA bereits im März einen eindringlichen Appell an die Geschäftsführung der Kölner Lichter Event GmbH gerichtet, um auf das Feuerwerk zu verzichten. Laut einem Sprecher der Organisation habe es bislang keine Antwort auf diese Anfrage gegeben.
Kritik am Zeitpunkt der Veranstaltung
PETA kritisiert insbesondere den Zeitpunkt der Veranstaltung, da im Sommer viele Wildtiere mit der Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt sind. Die durch das Feuerwerk verursachten Explosionen, Lichtblitze und Rauch könnten die Tiere erschrecken und zu panischen Fluchtreaktionen führen. Dies könnte dazu führen, dass Vögel und andere Wildtiere die Orientierung verlieren, ihre Nester verlassen oder sich verletzen.
Erhöhte Brandgefahr durch Trockenheit
Zusätzlich weist PETA auf die derzeitige Trockenheit in und um Köln hin, wo Gewässer teilweise sehr wenig Wasser führen und einige Bäche bereits ausgetrocknet sind. Die Stadt hat deshalb die Wasserentnahme aus Bächen im Stadtgebiet untersagt. Vor diesem Hintergrund sieht PETA eine erhöhte Brandgefahr und fordert die Kölner Naturschutzbehörde auf, das Feuerwerk zu untersagen. Ein Beispiel für solche Gefahren ist der Beethovenpark in Köln, wo Flammen ein Dixi-Klo verwüsteten.
Beispiel Bonn: Feuerwerk wird gestrichen
PETA hebt hervor, dass die Stadt Bonn künftig das Feuerwerk bei „Rhein in Flammen“ aus dem Programm streichen wird. Ab 2028 sollen dort tierfreundliche Alternativen wie Drohnen- oder Lichtershows angeboten werden. Bei den Kölner Lichtern werden Drohnen in diesem Jahr erstmals Teil der Inszenierung sein, jedoch zunächst zusätzlich und nicht als Ersatz für das Feuerwerk.
Forderung nach einem Kurswechsel in Köln
PETA fordert einen grundlegenden Kurswechsel und schlägt vor, dass Köln dem Beispiel anderer Städte folgt, um eine tier- und umweltfreundlichere Inszenierung zu ermöglichen.
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Quellen: t-online, tagesschau, RTL
Bildquelle: KI generiert