Türkisblaues Wasser inmitten eines Waldes: Im Sauerland, südlich von Köln, befindet sich ein Bergsee, der wie ein Naturwunder erscheint. Sein Anblick überrascht selbst erfahrene Besucher.
Wer während der Osterferien das Sauerland erkundet, könnte auf ein bemerkenswertes Naturschauspiel stoßen: den Bergsee von Siedlinghausen. Eingebettet zwischen Felsen und Bäumen strahlt das türkisfarbene Wasser in der Frühlingssonne – ein Anblick, den nur wenige erwarten. Der versteckte See gilt als echter Geheimtipp, der vor allem abenteuerlustigen Wanderern vorbehalten ist. Wer mehr über die Region erfahren möchte, findet in Zons: Ein ideales Ziel für einen Wochenendausflug von Köln interessante Informationen.
Sein Ursprung ist jedoch nicht natürlich: Wie bei vielen malerischen Seen dieser Art ist seine Entstehung auf den Tagebau zurückzuführen. In der Vergangenheit gruben schwere Maschinen tief in das Gestein des Meistersteins, wie der Berg im Volksmund genannt wird.
Der Meisterstein im Rothaargebirge hat eine bewegte Geschichte. In der Nähe der Ortschaften Siedlinghausen und Silbach gelegen, verdankt er seine heutige Form dem industriellen Gesteinsabbau, der in den 1930er-Jahren begann. Das durch uralte vulkanische Aktivitäten entstandene Gestein wurde abgebaut, wodurch eine tiefe Senke im Fels entstand. Im Laufe der Jahre füllte sich diese Mulde durch Grundwasser und Regen und bildete einen See, der heute zwischen sieben und neun Meter tief ist. Das ungewöhnliche Gewässer zieht mittlerweile Taucher an, die die besondere Unterwasserkulisse erkunden, während Kletterer die markanten Steilwände rund um den See für ihre Touren nutzen.
Bergsee am Meisterstein: Ein Paradies für Taucher und Kletterer
Wer den Bergsee am Meisterstein besuchen möchte, sollte einige Aspekte beachten. Seit dem Jahr 2000 gehört der ehemalige Tagebau dem niederländischen Prof Trainings Center. Vor einem Besuch sollten sich Interessierte daher erkundigen, ob ein Zugang möglich ist. Das Unternehmen bietet auch Tauch- und Kletterkurse an, und der alte Tagebau kann für Firmen-Events und Betriebsausflüge gebucht werden – inklusive Lagerfeuerromantik am Abend. Der Berg selbst lässt sich über Waldwege und -pfade erwandern.
Ein Ausflug zum Meisterstein wird nicht nur mit einem Panoramablick auf den Bergsee belohnt, sondern stellt auch ein echtes Abenteuer dar. Es wird empfohlen, den Berg nur von geübten Wanderern zu erkunden, die keine Höhenangst haben. Unbefestigte Wege und steile Abhänge erfordern volle Konzentration. Zudem wird das Gelände auch vom niederländischen und deutschen Militär für Übungen genutzt.
Wanderer sollten Vorsicht walten lassen
Auf Google berichtet eine Nutzerin von ihren Erfahrungen: „Vor Ort fanden Truppenübungen statt, und selbst die Soldaten hatten Schwierigkeiten, uns den Weg zum See zu beschreiben.“ Dennoch habe sich der Ausflug gelohnt, da der See wunderschön sei, wie auch andere Nutzer auf Google bestätigen. „Ein unglaublich schöner Ort, mitten in einem Berg ist hier ein wunderschöner See entstanden“, heißt es in einer Rezension.
Wer Abenteuerlust verspürt und Freude am Tauchen oder Klettern hat, sollte einen Ausflug zum Bergsee am Meisterstein in Betracht ziehen. Eine gute Vorbereitung und vorherige Informationen sind jedoch notwendig – die Mitnahme von Kindern und Hunden sollte idealerweise vermieden werden.
Mit dem Auto liegen die Dörfer Silbach und Siedlinghausen etwa zwei Stunden von Köln entfernt. Die Anreise mit dem Zug dauert länger, führt jedoch durch die malerische Landschaft des Sauerlands. Der Bergsee befindet sich unweit der beiden Dörfer im Wald. Die Dauer der Wanderung variiert je nach Erfahrung und Witterung. Für aktuelle Informationen zur Verkehrsprognose für die Autobahnen rund um Köln zu Ostern und zu den Wetterbedingungen, wie dem Kälteeinbruch in Köln und NRW kommende Woche, sollten Reisende ebenfalls einen Blick werfen.
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Bildquelle: ai-generated-gemini