Jean Pütz, eine bekannte Persönlichkeit des Kölner Fernsehens, feiert seinen 90. Geburtstag. Der Moderator und Wissenschaftsjournalist hat über Jahrzehnte hinweg das Interesse an Wissenschaft bei zahlreichen Zuschauern geweckt.
Mit dem Satz „Ich hab da mal was vorbereitet“ wurde Pütz für viele Menschen zum Symbol für verständliche Wissenschaftserklärungen. Am Montag, dem 21. September, wird er 90 Jahre alt und blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück.
Pütz wurde 1936 geboren und verbrachte den Großteil seines Lebens in Köln. Nach seiner Ausbildung zum Elektromechaniker studierte er an der Universität zu Köln Fächer wie Physik, Mathematik und Chemie auf Lehramt.
Seine Laufbahn im Fernsehen begann 1970 beim Westdeutschen Rundfunk, wo er maßgeblich an der Gründung der Redaktion für Naturwissenschaft und Technik beteiligt war. Dort gelang es ihm, komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich zu machen.
Durchbruch mit der „Hobbythek“
Der große Durchbruch für Jean Pütz kam mit der Sendung „Hobbythek“, die 1974 erstmals ausgestrahlt wurde. In dieser Sendung demonstrierte er, wie man alltägliche Produkte selbst herstellen kann, darunter Käse, Bier und Kosmetik.
Die „Hobbythek“ entwickelte sich schnell zu einem großen Erfolg, wobei bis zu 150.000 Zuschauer pro Episode die sogenannten Hobbytipps anforderten. Auch die begleitenden Bücher fanden großen Anklang und wurden millionenfach verkauft.
Im Laufe seiner Karriere verfasste Pütz rund 80 Bücher, die insgesamt mehr als sechs Millionen Exemplare erreichten. Darüber hinaus entwickelte er beim WDR weitere Wissenschaftsformate, darunter die „Wissenschaftsshow“, die als Vorläufer von „Quarks“ gilt.
Aktivität nach der Pensionierung
Im Jahr 2001 ging Jean Pütz offiziell in den Ruhestand, doch seine Präsenz im Fernsehen blieb bestehen. Er trat weiterhin in verschiedenen Sendungen auf und erklärte mit seinem charakteristischen Humor wissenschaftliche sowie alltägliche Phänomene.
In den letzten Jahren hatte Pütz mit gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen, darunter ein Oberschenkelhalsbruch und eine fortschreitende Augenerkrankung. Trotz dieser Rückschläge bleibt er aktiv und äußert sich regelmäßig über soziale Medien.
Seinen Humor hat er sich bewahrt. In einem kürzlichen Interview äußerte er, dass Ärzte ihm mindestens 15 weitere Lebensjahre prognostiziert hätten, was ihn dazu veranlasste, bereits jetzt Freunde zu seinem 100. Geburtstag einzuladen.
Quellen: t-online, WDR, Focus
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