Jan Böhmermann hat in seinem Podcast eine deutliche Ablehnung gegenüber der Bewerbung Kölns für die Olympischen Spiele geäußert. Er kritisierte die Entscheidung der Stadt, sich um die Ausrichtung der Spiele zu bemühen, und kündigte an, beim bevorstehenden Bürgerentscheid gegen die Olympia-Bewerbung zu stimmen.
Böhmermann vermutet, dass die Motivation hinter der Bewerbung mit der Vergangenheit von Oberbürgermeister Torsten Burmester im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammenhängt. Er richtete sich direkt an Burmester und wies darauf hin, dass Köln mit anderen Herausforderungen konfrontiert sei, wie etwa dem Verkehrsproblem in der Innenstadt und der langsamen Umsetzung bedeutender Bauprojekte.
Zusammen mit seinem Podcast-Partner Olli Schulz äußerte Böhmermann die Meinung, dass Köln aufgrund seiner städtischen Struktur nicht für eine olympische Veranstaltung geeignet sei.
Kritik am Internationalen Olympischen Komitee
Ein zentraler Punkt von Böhmermanns Kritik richtete sich gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC). Er bezeichnete das IOC als eine „korrupte Organisation“, die sich nach autoritären Strömungen richte und in Köln nicht willkommen sei. Diesbezüglich verwies er auf eine neue Regelung des IOC, die Transfrauen eine Geschlechtsuntersuchung vorschreibt.
Böhmermann ist nicht der einzige, der sich gegen die Olympia-Bewerbung Kölns positioniert. Die Stadt hat auch Unterstützung von Persönlichkeiten wie der Komikerin Carolin Kebekus erhalten, die sich für die Bewerbung stark machen. Zudem reflektiert Micky Beisenherz über den Verlauf des „Kölner Treff“.
Bürgerentscheid zur Olympia-Bewerbung
Der Ratsbürgerentscheid, bei dem die Kölner Bürger über die Teilnahme der Stadt an der Rhein-Ruhr-Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 abstimmen können, läuft bis zum 19. April. Die Unterlagen wurden an etwa 814.000 wahlberechtigte Bürger verschickt.
Köln als zentrale Stadt der Olympia-Planungen
In den Planungen spielt Köln eine bedeutende Rolle als „Leading City“. Im Kölner Norden sind der Bau eines olympischen Dorfes, eines temporären Leichtathletik-Stadions mit Platz für 50.000 Zuschauer sowie eines Medienzentrums vorgesehen. Der Großteil der Athleten soll dort untergebracht werden.
Die Stadt würde zudem das sportliche Zentrum der Spiele darstellen, da neben Leichtathletik auch Fußball, Tennis, Turnen, 7er-Rugby, Bogenschießen, Marathonschwimmen sowie Bahn- und Straßenradsport in Köln stattfinden sollen. Auch zahlreiche Para-Sportarten sind in der Planung enthalten, was Köln zur Stadt mit den meisten Disziplinen in der Rhein-Ruhr-Region machen würde. Außerdem reflektiert Micky Beisenherz über den Auftritt von Collien Fernandes im WDR.
Wettbewerb um die Olympiabewerbung
Die Konkurrenz für die Bewerbung „Köln-Rhein-Ruhr“ ist in Deutschland stark. Metropolen wie München, Berlin und Hamburg haben ebenfalls Interesse an der Ausrichtung der Spiele. München hat bereits einen Vorsprung, da sich dort 66,4 Prozent der Bevölkerung in einem Referendum für eine Bewerbung ausgesprochen haben. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September 2026 entscheiden, welche Stadt Deutschland im internationalen Wettbewerb vertreten wird. Zudem steht Trainer Kwasniok unter Druck nach Unentschieden gegen Gladbach, was die Diskussion um die Stadt und ihre Sportprojekte weiter anheizt unter Druck.
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Bildquelle: ai-generated-gemini