Schock an der Zapfsäule: Dieselpreise erreichen ein Rekordniveau.
Am 02. April 2026, um 11:12 Uhr, wurde bekannt, dass die Kraftstoffpreise an den Tankstellen nicht wie erhofft gesenkt, sondern vielmehr stark angehoben wurden. Die Einführung neuer Maßnahmen der Bundesregierung hat dazu geführt, dass Dieselpreise mehrere Rekorde brechen.
Bereits am zweiten Tag nach Inkrafttreten des Maßnahmenpakets kam es zu einem sprunghaften Anstieg der Kraftstoffpreise. Wie eine Auswertung auf Basis aktueller Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe zeigt, stieg der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 von 2,10 Euro kurz vor 12 Uhr auf 2,20 Euro um 12:10 Uhr. Für Diesel mussten Autofahrer an diesem Tag 2,42 Euro statt 2,30 Euro bezahlen.
Kraftstoffpreise im Echtzeit-Vergleich
Die Entwicklung der Kraftstoffpreise wird in Echtzeit erfasst und zeigt die bundesweiten Durchschnittspreise (in Euro je Liter) für Superbenzin, Super E10 und Diesel. Die Daten werden alle fünf Minuten aktualisiert und reflektieren sowohl den aktuellen Tag als auch den Vortag.
- Superbenzin: 2,10 Euro
- Super E10: 2,20 Euro
- Diesel: 2,42 Euro
Letzte Datenabfrage: 02. April 2026, 13:15 Uhr
Am Vortag hatte der Dieselpreis bereits einen Rekord erreicht: Ein Liter kostete im Tagesdurchschnitt 2,329 Euro und übertraf damit den vorherigen Rekord aus dem März 2022. Diese Zahlen sind nicht inflationsbereinigt. Auch der Preis für Superbenzin E10 stieg am ersten Tag der neuen Regelungen weiter an und erreichte einen neuen Jahreshöchststand von 2,129 Euro je Liter.
Preisentwicklung in Deutschland 2025/26
Die Tagesdurchschnittspreise (in Euro je Liter) für Kraftstoffe in Deutschland seit Jahresbeginn 2025 zeigen einen klaren Trend:
- Super E5: 1,60 Euro bis 2,40 Euro
- Super E10: 1,70 Euro bis 2,40 Euro
- Diesel: 1,80 Euro bis 2,42 Euro
Die letzten fünf Tage, einschließlich des laufenden Tages, basieren auf vorläufigen Werten, die aus den Echtzeitdaten des Open-Data-Portals berechnet wurden.
Am Mittwoch traten die von der Berliner Koalition im Eilverfahren beschlossenen neuen Vorschriften in Kraft. Diese besagen, dass die Spritpreise an den Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöht werden dürfen, während Preissenkungen jederzeit möglich sind. Diese Regelung orientiert sich an einem ähnlichen Modell in Österreich. In den letzten Wochen sind die Spritpreise weltweit aufgrund des Iran-Kriegs gestiegen.
Kritik an den Preiserhöhungen
Der ADAC äußerte sich kritisch zu den Preiserhöhungen am Mittwoch und bezeichnete diese als unangemessen, da der Rohölpreis zwischen dem 31. März und dem 1. April gesunken sei. Ein Preisexperte des Autoclubs in München erklärte:
„Die Sorge des ADAC scheint sich zu bestätigen, dass Mineralölkonzerne im Zweifel einen Risikoaufschlag machen, weil sie Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich erhöhen können.“
Er fügte hinzu, dass die Neuregelung offenbar nicht dazu beiträgt, das hohe Preisniveau zu reduzieren.
„Nach Überzeugung des ADAC ist es nun Aufgabe des Bundeskartellamtes, Mineralölkonzerne zur Mäßigung zu bewegen.“
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Treibstoffpreise und den Auswirkungen auf den Markt, lesen Sie auch unseren Artikel über die drohenden Treibstoffengpässe in Deutschland und erfahren Sie, warum sich Dieseltanker von Europa abwenden. Zudem gibt es Informationen zu Preisanpassungen für das Deutschlandticket.
USA erlauben vorübergehend Kauf von russischem Öl – Ausnahme wegen Energiekrise
„`