Politik
Absurde Annahmen: Arzt berichtet über Trumps Glauben an Cola und Fanta als Heilmittel
15.04.2026, 07:44 Uhr
Über die Essgewohnheiten von Donald Trump ist bereits viel bekannt. Seine Vorliebe für Fast Food ist unbestritten. Nun äußerte ein Arzt bizarre Gesundheitsmythen, an die der US-Präsident offenbar glaubt. Sein Sohn versucht, die Situation zu entschärfen.
Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten Gesundheitsexperten empfängt, könnte man annehmen, dass ernsthafte Themen zur Sprache kommen. Doch was Mehmet Oz aus seinen Begegnungen mit Donald Trump berichtet, klingt eher wie eine Anekdote aus einer Komödie.
Der 65-jährige Leiter des Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) erlangte als TV-Arzt, unter anderem durch seine Auftritte in der Sendung von Oprah Winfrey, Bekanntheit. In einem Podcast mit Donald Trump Jr. gab er Einblicke in die Ernährungsgewohnheiten des Präsidenten.
„Er beginnt seine Mahlzeiten nicht mit Haferflocken oder einem grünen Smoothie. Er fängt mit Schokoriegeln an“, erklärte der Mediziner.
Besonders beliebt ist offenbar der im Oval Office installierte Cola-Knopf: „Er drückt den roten Knopf, und dann kommt die Diät-Limonade“, berichtete Oz, während Trump Jr. im Hintergrund lachte.
Trump konsumiert die Diät-Cola nicht nur aus Genuss, sondern auch aus gesundheitlicher Überzeugung – und mit einer merkwürdigen Begründung.
„Dein Vater behauptet, dass Diät-Cola gut für ihn ist, weil sie Gras abtötet, wenn man sie darüber gießt – und deshalb müsse sie auch Krebszellen im Körper abtöten“, sagte Dr. Oz. „Ich werde das besser gar nicht kommentieren.“
Medizinisch gibt es für diese Theorie keinerlei Grundlage, da ein hoher Zuckerkonsum als Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen gilt.
Trump bleibt unbeirrt
Auch während des Flugs mit der Air Force One begegnete Dr. Oz den süßen Softdrinks. Er schilderte, wie er auf dem Schreibtisch des Präsidenten eine Flasche orangefarbener Fanta entdeckte.
„Ich sage: ‚Das kann nicht Ihr Ernst sein.‘ Und er grinst mich leicht verlegen an.“
Doch Trump ließ sich von der Skepsis seines Gesundheitsberaters nicht beirren:
„Weißt du, das Zeug ist gut für mich. Es tötet Krebszellen. Der Saft ist frisch gepresst. Wie schlimm kann das also sein?“
Trump Jr. versuchte, die Ernährungsgewohnheiten seines Vaters in ein positiveres Licht zu rücken. Angesichts von Trumps „Energielevel, Erinnerungsvermögen und Ausdauer“ mutmaßte er, sein Vater „liegt vielleicht gar nicht so falsch“. Angeblich habe Trump sein Leben lang weder Alkohol noch Drogen konsumiert. Über den Cola-Knopf oder die große Schale mit Süßigkeiten mache er immer Witze, das sei sein Alkohol, erklärte sein Sohn.
Die Aussagen und Überzeugungen des ehemaligen Präsidenten werfen Fragen auf und zeigen, wie stark persönliche Überzeugungen von wissenschaftlichen Erkenntnissen abweichen können.