Inmitten einer extremen Hitzewelle, die die koreanische Halbinsel erfasst hat, empfiehlt die nordkoreanische Regierung ihren Bürgern ungewöhnliche kulinarische Lösungen zur Linderung der drückenden Temperaturen. Während in vielen anderen Ländern kühlende Speisen bevorzugt werden, rät Nordkorea zur Einnahme von Hundefleischsuppe und Ginsengbrühe.
Ungewöhnliche Empfehlungen in der Hitze
Die Temperaturen in Nordkorea haben in den letzten Tagen Rekordwerte erreicht, wobei am Sonntag ein Höchstwert von 42,5 Grad Celsius gemessen wurde. In diesem Kontext haben die Staatsmedien die Vorzüge von Hundefleischsuppe hervorgehoben. Ein in der staatlichen Zeitung „Rodong Sinmun“ zitierter Arzt erklärte, dass diese Speise „vorteilhaft“ für die Nährstoffversorgung sei.
Traditionelle Speisen als Lösung
Zusätzlich zur Hundefleischsuppe wird auch eine traditionelle Samgyetang-Suppe empfohlen, die mit Hühnchen und kräftigendem Ginseng zubereitet wird. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA lobte insbesondere die „unvergleichliche medizinische Wirkung“ von Ginseng aus der Grenzstadt Kaesong und führte dies auf die „besondere Boden- und Wasserqualität sowie die einzigartige Anbaumethode“ der Region zurück.
Gesundheitsfördernde Bräuche
Die staatlichen Medien betonen, dass es im koreanischen Brauchtum als gesundheitsfördernd gilt, in der heißesten Zeit des Jahres heiße Speisen zuzubereiten. Diese Empfehlungen stehen im Kontrast zu den Traditionen in anderen asiatischen Ländern, wo beispielsweise Wintermelonensuppe zu den bevorzugten Sommergerichten zählt.
Herausforderungen durch die Hitzewelle
Die koreanische Halbinsel leidet derzeit unter extremen Temperaturen. Experten weisen darauf hin, dass das international isolierte Nordkorea schlecht auf Hitzewellen vorbereitet ist. Laut dem Welternährungsprogramm sind mehr als 40 Prozent der 26 Millionen Einwohner des Landes von Unterernährung betroffen und haben Schwierigkeiten bei der Lebensmittelversorgung.
Quellen: n-tv
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