Die verheerenden Erdbeben in Venezuela haben zu einem enormen Anstieg der Opferzahlen geführt. Aktuellen Berichten zufolge sind mindestens 164 Menschen ums Leben gekommen, während die Zahl der Verletzten auf nahezu 1.000 geschätzt wird. Diese Informationen wurden durch die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez im venezolanischen Fernsehen VTV bekannt gegeben.
Schwere Zerstörungen und unklare Opferzahlen
Die Schäden, die durch die beiden Erdbeben verursacht wurden, sind erheblich. Experten vermuten, dass die tatsächliche Zahl der Opfer weitaus höher ausfallen könnte, da viele Gebäude den Erschütterungen nicht standhielten und eingestürzt sind. Rodríguez kündigte die Einrichtung eines Fonds in Höhe von 200 Millionen Dollar für den Wiederaufbau von Infrastruktur, Krankenhäusern und Wohnhäusern an, der durch Mittel des Internationalen Währungsfonds finanziert werden soll.
Details zu den Erdbeben
Die beiden Erdbeben traten am Mittwoch auf, wobei das erste um 18:04 Uhr Ortszeit etwa 24 Kilometer östlich von San Felipe mit einer Tiefe von 21,9 Kilometern registriert wurde. Das zweite, stärkere Beben ereignete sich nur wenige Kilometer weiter nördlich in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern. Experten sind sich einig, dass die Auswirkungen des zweiten Bebens aufgrund der geringeren Tiefe gravierender waren.
Internationale Hilfsangebote
Infolge der Katastrophe mobilisieren zahlreiche Staaten, darunter auch Deutschland, Hilfe. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, Deutschland werde Venezuela unterstützen und seine Gedanken seien bei den Opfern und denjenigen, die ihr Hab und Gut verloren haben. Auch die USA boten schnell Hilfe an, während andere Länder wie Spanien und die EU ebenfalls ihre Unterstützung zusicherten. Der Präsident von El Salvador und der Präsident der Dominikanischen Republik kündigten an, Rettungsteams zu entsenden.
Deutsche Staatsbürger in Venezuela
Das Auswärtige Amt hat bisher keine Informationen über mögliche deutsche Opfer oder Verletzte. In einer Krisensitzung im Auswärtigen Amt soll die Lage weiter koordiniert werden. Die Botschaft in Caracas meldete, dass ihre Mitarbeiter wohlauf sind. Aufgerufen wird an deutsche Staatsbürger, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, da Venezuela aufgrund der Sicherheitslage nicht als Reiseland gilt.
Erdbeben in der Region
Die Erdbeben gelten als die stärksten seit über einem Jahrhundert in Venezuela. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Magnituden der beiden Erdbeben mit 7,2 und 7,5 an. Zwischen den beiden Erschütterungen vergingen nur 39 Sekunden, und es wurden bereits 20 Nachbeben registriert.
Quellen: tagesschau
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