Politik
Trump widerspricht Energieminister: Benzinpreise bleiben hoch
21.04.2026, 07:22 Uhr
In den USA spüren Autofahrer die Auswirkungen des Iran-Kriegs an den Tankstellen. Diese Situation könnte laut dem Energieminister Chris Wright noch mehrere Monate andauern. US-Präsident Donald Trump hat jedoch eine andere Einschätzung und äußert sich lautstark dagegen.
Donald Trump widerspricht der Prognose seines Energieministers Chris Wright, der angibt, dass die Benzinpreise in den USA möglicherweise erst im kommenden Jahr wieder unter drei US-Dollar pro Gallone fallen könnten (etwa 2,55 Euro für knapp 3,8 Liter). „Nein, ich glaube, da liegt er falsch. Völlig falsch“, wird Trump in einem Telefongespräch zitiert. Auf die Frage, wann er mit sinkenden Preisen rechne, antwortete Trump: „Sobald das hier vorbei ist,“ in Anspielung auf den Iran-Krieg.
Wright äußert sich zurückhaltend
Wright hatte sich am Sonntag in einem Interview mit CNN zur Frage geäußert, wann die Bürger in den USA wieder weniger als drei US-Dollar pro Gallone für Benzin bezahlen könnten. „Ich weiß nicht, ob das noch in diesem Jahr passieren kann. Es könnte auch erst nächstes Jahr so weit sein“, erklärte er.
Der Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran, der Ende Februar begann, sowie die darauf folgende Blockade der Straße von Hormus haben den internationalen Ölhandel stark belastet. Die US-Bürger müssen an den Tankstellen derzeit die höchsten Preise seit Jahren zahlen. Experten gehen davon aus, dass die hohen Spritpreise noch längere Zeit anhalten werden und nicht automatisch mit einem möglichen Abkommen zwischen den USA und dem Iran auf das Vorkriegsniveau zurückkehren.
Aktuelle Benzinpreise
Am Montag lag der Benzinpreis in den USA laut dem amerikanischen Automobilverband AAA im Durchschnitt bei etwas mehr als vier Dollar pro Gallone. Vor dem Krieg betrug der Preis knapp drei Dollar. Diese gestiegenen Preise setzen Trump und seine Republikaner unter Druck, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden wichtigen Zwischenwahlen zum US-Kongress im November.
- Bei den Zwischenwahlen wird das gesamte Repräsentantenhaus sowie ein Drittel des Senats neu gewählt.
- Die Republikaner halten derzeit in beiden Parlamentskammern eine Mehrheit.
- Ein Verlust dieser Mehrheit würde es Trump erschweren, in der zweiten Hälfte seiner Präsidentschaft nachhaltige Reformen umzusetzen.
Zusätzlich zu den Herausforderungen im Inland sieht sich Trump auch mit internationalen politischen Schwierigkeiten konfrontiert, wie dem Absturz eines US-Jets im Iran, der die Situation weiter kompliziert.
Um die finanziellen Belastungen für die Bürger zu mildern, wurden auch Preisanpassungen für das Deutschlandticket beschlossen, die ab 2027 in Kraft treten sollen.
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Bildquelle: Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)