In der Petrus en Pauluskerk in Maastricht wurde möglicherweise das Skelett des berühmten Musketierführers D’Artagnan entdeckt. Bei Renovierungsarbeiten im Hauptschiff der Kirche kam es zu einem Bodenbruch, der die Überreste zu Tage förderte. Experten, die den Fundort untersuchten, vermuten, dass es sich um die Gebeine des französischen Adligen handeln könnte, wie lokale Medien berichten.
Der historische D’Artagnan, dessen vollständiger Name Charles de Batz de Castelmore d’Artagnan lautete, diente der französischen Krone und fiel 1673 während der Belagerung von Maastricht, als er im Auftrag von König Ludwig XIV. kämpfte. Bislang war sein letzter Ruheort unbekannt.
Das Skelett wurde im Februar 2026 entdeckt, nachdem der Fußboden der Kirche, die ihre Wurzeln im 13. Jahrhundert hat, eingestürzt war. Der Fund wird derzeit in einem archäologischen Institut in Deventer untersucht.
Hinweise auf die Identität der Gebeine
Mehrere Indizien sprechen für die mögliche Identität der Überreste. So wurde in der Nähe des Skeletts eine französische Münze gefunden, wie Diakon Jos Valke, der an den ersten Ausgrabungen beteiligt war, berichtete. Zudem deutet der Fundort unter dem ehemaligen Altar darauf hin, dass es sich um eine prominente Persönlichkeit handelt: „Zu jener Zeit wurden nur Mitglieder des Königshauses oder andere bedeutende Persönlichkeiten unter einem Altar beigesetzt,“ erklärte Valke.
Charles de Batz de Castelmore d’Artagnan inspirierte den Schriftsteller Alexandre Dumas im 19. Jahrhundert zu seinem berühmten Roman „Die drei Musketiere“, der durch zahlreiche Verfilmungen bis heute weltbekannt ist.
Die Entdeckung in Maastricht könnte somit nicht nur historische Bedeutung haben, sondern auch das Bild des legendären Musketiers neu prägen.