Moskau – Die Frage nach der eigenen Sicherheit könnte für Wladimir Putin, den Präsidenten Russlands, zur zentralen Sorge werden, sollte der Krieg gegen die Ukraine nicht zu seinen Gunsten ausgehen. Berichten zufolge äußerte er in einem vertraulichen Gespräch die alarmierende Aussage: „Sie werden mich hängen.“ Diese Worte, die laut einer britischen Zeitung von einem Insider aus Putins Umfeld stammen, werfen ein Licht auf die tief verwurzelte Angst des Kreml-Chefs um sein eigenes Überleben.
Innere Spannungen im Kreml
Die Situation im Kreml wird zunehmend angespannt, da die innenpolitischen Probleme durch den anhaltenden Krieg verstärkt werden. Laut einer Umfrage des kremlnahen Fonds für Öffentliche Meinung (FOM) gaben 53 Prozent der Befragten an, dass in ihrem Umfeld Unruhe herrsche. Diese Nervosität ist nicht nur auf die Bevölkerung beschränkt, sondern betrifft auch die russische Machtelite.
Frustration in der Machtelite
Die Stimmung innerhalb der russischen Elite ist laut Recherchen düster. Der Frust über die enormen Ressourcen, die der Krieg seit Jahren verschlingt, ohne dass der Kreml seine Ziele erreicht, wächst. Ein Insider äußerte sinngemäß, dass unabhängig vom Ausgang des Krieges die vergangenen fünf Jahre bereits als Misserfolg gewertet werden. Ein weiteres Mitglied der Elite beschreibt die Lage drastisch: „Es wächst das Gefühl, dass der Zar nackt ist.“ Diese Metapher verdeutlicht die Unsicherheit und die wachsende Kritik an Putins Kriegspolitik.
Putins größte Angst
Putins größte Sorge ist, dass ein Kriegsende ohne klaren Erfolg nicht nur als Niederlage für Russland angesehen werden könnte, sondern auch seine eigene Macht gefährden würde. Sein Mindestziel bleibt die vollständige Einnahme des Donbas. Trotz langsamer Fortschritte der russischen Armee musste der Kreml seine Fristen immer wieder verschieben. Seit Beginn des Krieges setzte Putin laut dem Institute for the Study of War (ISW) insgesamt 15 Fristen, von denen keine eingehalten wurde. Das aktuelle Ziel ist der 31. Dezember 2026.
Die Gefahr einer Eskalation
Putins Angst vor einer Niederlage sitzt tief. Der Militärexperte Gustav Gressel äußerte bereits im Juni: „Er hat sein innenpolitisches Kapital in den Krieg investiert, er fürchtet den Machtverlust, wenn er ihn nicht gewinnt.“ Zudem sei Putin bereit, „seine Armee für seinen Siegesanspruch zu opfern“. Diese Situation birgt die Gefahr, dass eine Niederlage Putin zu einer weiteren Eskalation treiben könnte. Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa drohte zuletzt offen, dass britische Militäreinrichtungen und -ausrüstung in der Ukraine und darüber hinaus zum Ziel werden könnten.
Putins Dilemma
Das Dilemma für Putin besteht darin, dass ein Rückzug als Schwäche gewertet werden könnte, während ein Weiterkämpfen Russland immer mehr kostet. Sollte Putin tatsächlich glauben, dass eine Niederlage seine Macht oder sogar sein Leben bedroht, könnte die Flucht nach vorn für ihn attraktiver erscheinen als der Rückzug.
Warum hält Kadyrow seine Männer vom Ukraine-Krieg fern?
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Quellen: Bild, t-online
Bildquelle: The Presidential Press and Information Office via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
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