Im September 2023 ereignete sich in Peterhead, Aberdeenshire, ein tragischer Vorfall, der die Öffentlichkeit erschütterte. Eine Mutter wurde für den Tod ihrer drei Monate alten Tochter, Dahlia-Rose, verantwortlich gemacht, nachdem diese durch die Hitze eines Haartrockners schwer verletzt wurde.
Gerichtsurteil und Anklage
Die 28-jährige Courtney Gartshore bestritt während des Prozesses die Anklage wegen fahrlässiger Tötung. Nach etwas mehr als einer Stunde Beratungszeit fällte die Jury am siebten Tag des Verfahrens ein einstimmiges Urteil gegen sie. Gartshore brach in Tränen aus, als sie aus dem Gerichtssaal in Aberdeen geführt wurde. Die Geschworenen befanden sie für schuldig, Dahlia-Rose fahrlässig und rücksichtslos der Hitze des Geräts ausgesetzt zu haben, während das Kind sich in ihrer alleinigen Obhut befand.
Details des Vorfalls
Die Anklage besagte, dass die Verletzungen von Dahlia-Rose so schwerwiegend waren, dass sie letztendlich zu ihrem Tod führten. Im Verlauf des Verfahrens wurde bekannt, dass die Mutter vor dem Vorfall Alkohol konsumiert hatte. Zudem wurde festgestellt, dass das DNA-Material des Babys am Haartrockner gefunden wurde. Ein 999-Notruf, den Gartshore absetzte, wurde ebenfalls vor Gericht abgespielt, in dem sie berichtete, dass ihr Kind während des Schlafs „lila“ geworden sei.
Expertise und Zeugenaussagen
Ein Sachverständiger, Dr. Timothy Burge, ein Spezialist für Brandverletzungen, äußerte sich jedoch dahingehend, dass die Hitzeverletzungen möglicherweise nicht die Todesursache gewesen seien. Er erklärte: „Es könnte sein, dass sie bereits tot war.“
Reaktionen und Ausblick
Der Staatsanwalt Alan Cameron bezeichnete den Fall als ein „schreckliches, herzzerreißendes Ereignis“. In seiner Schlussrede wies er darauf hin, dass nur zwei Personen im Haus waren, Gartshore und Dahlia-Rose, und dass daher nur die Angeklagte das Gerät hätte einschalten können. Er verwies auf Zeugenaussagen, die besagten, dass in den Stunden vor dem Tod des Kindes keine Verletzungen festgestellt wurden.
Richter Simon Collins bezeichnete den Fall als „beunruhigend“ und verschob die Urteilsverkündung auf den 14. August am Obersten Gerichtshof in Edinburgh. Gartshore bleibt in Untersuchungshaft.
Nach dem Urteil äußerte sich Det Insp James Callander und betonte: „Kinder sind wehrlos und sollten geschützt werden. Der Tod eines jeden Kindes ist besonders erschütternd, aber der Tod eines Kindes durch die Hand eines Elternteils ist äußerst verstörend. Jeder, der an dieser Untersuchung beteiligt war, war tief betroffen von den Umständen des Todes von Dahlia-Rose, aber unsere Aufgabe ist es, die Wahrheit aufzudecken und sicherzustellen, dass die verantwortliche Person zur Rechenschaft gezogen wird.“
Quellen: bbc