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Iran verstärkt militärische Drohungen gegen die USA und reaktiviert Raketenarsenale

Teherans Militär zeigt sich trotz intensiver Luftangriffe resilient und verstärkt seine Raketen- und Drohnensysteme. Mit Bunkeranlagen und unterirdischen Lagern sichert der Iran seine Kampfbereitschaft und droht den USA mit Vergeltung.

Iran verstärkt militärische Drohungen gegen die USA und reaktiviert Raketenarsenale
KI-generiert

Politik

Iran verstärkt militärische Drohungen gegen die USA und reaktiviert Raketenarsenale

20.04.2026, 13:22 Uhr

Trotz intensiver Bombardements scheint das iranische Regime weiterhin stark zu sein. Die Arsenale an Raketen und Drohnen in Teheran sind offenbar gut gefüllt. Militärs des Landes drohen im Konflikt um die Straße von Hormus mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die „bewaffnete Piraterie“ der USA.

US-Präsident Donald Trump bezeichnet den Krieg gegen den Iran als einen klaren Sieg für Washington. Ein angestrebter endgültiger „Deal“ mit Teheran bleibt jedoch aus. Nach nur wenigen Stunden wurde die Straße von Hormus erneut geschlossen. Ein Angriff der US-Marine auf einen iranischen Tanker wurde mit einer deutlichen Kampfansage beantwortet.

„Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran werden bald zurückschlagen und Vergeltungsmaßnahmen gegen diesen Akt bewaffneter Piraterie und gegen die amerikanische Armee ergreifen“, erklärte ein Sprecher des iranischen Generalstabs über Telegram.

Die Frage stellt sich: Wie kann das iranische Regime trotz der anhaltenden Angriffe so selbstbewusst auftreten? Die Antwort scheint zu sein, dass die iranischen Revolutionsgarden trotz der Luftangriffe durch Israel und die USA weiterhin über bedeutende Möglichkeiten zur Gegenwehr verfügen.

Iran nutzt Bunker und Höhlen für seine Waffensysteme

Um ihre Waffensysteme vor den Angriffen der US- und israelischen Luftwaffe zu schützen, setzt der Iran auf Bunker und unterirdische Lagerstätten. Teile des Arsenals wurden eingegraben, um sie vor Zerstörung zu bewahren. Mit dem Waffenstillstand werden die Raketenwerfer und Drohnen nun wieder zugänglich gemacht, um sie im Falle eines erneuten Konflikts einsetzen zu können. Berichten zufolge haben die Revolutionsgarden seit Beginn des Waffenstillstands bereits 100 Raketenwerfer wieder „ausgegraben“.

Iran baut Angriffsarsenale weiter aus

Die Zahlen widersprechen den Aussagen des US-Präsidenten, der die Operation „Epic Fury“ als umfassenden Sieg gegen Teheran darstellt. Trump erklärte Anfang April: „Wir haben schnelle, entschlossene und überwältigende Siege auf dem Schlachtfeld erzielt. Ihre Fähigkeit, Raketen und Drohnen abzufeuern, ist drastisch eingeschränkt. Ihre Waffen, Fabriken und Raketenwerfer werden in Stücke gerissen. Es sind nur noch sehr wenige von ihnen übrig.“

Nach Angaben des Pentagon wurden während der wochenlangen Kampagne 13.000 Ziele in Iran bombardiert. Generalstabschef Dan Caine berichtete von 450 Raketen- und 800 Drohnenlagern, die ins Visier genommen wurden.

Trotz dieser Angriffe verfügt das Regime weiterhin über erhebliche Vorräte an Drohnen und Kurzstreckenraketen. Laut US-Militär- und Geheimdienstinformationen hat Teheran noch rund 40 Prozent seines ursprünglichen Bestands an Drohnen. Zudem sind mehr als 60 Prozent der Raketenabschussrampen intakt, wobei diese Zahl auf über 70 Prozent steigen könnte, je nachdem, wie viele Systeme noch aus den angegriffenen Stellungen gerettet werden können.

Iranische Drohnen erhöhen Kosten für die USA

Teheran kann mit seinem Waffenarsenal die zivile Schifffahrt in der Straße von Hormus weiterhin effektiv bedrohen. Tanker haben kaum Abwehrmöglichkeiten gegen die relativ kostengünstigen iranischen Drohnen. Auch die Nachbarstaaten am Golf sowie die dort stationierten US-Truppen sind durch die iranischen Angriffe gefährdet. Teheran konnte bereits mehrfach die US-Flugabwehr durchdringen und wertvolle US-Aufklärungsflugzeuge zerstören.

Besonders die kostengünstigen Shahed-Drohnen treiben die Kosten für die USA erheblich in die Höhe. Der konservative US-Think-Tank American Enterprise Institute (AEI) schätzt, dass die bisherigen Kriegskosten zwischen 25 und 35 Milliarden Dollar liegen. Dabei entfallen zwischen 9 und 13 Milliarden Dollar auf die Flugabwehrraketen, die als Hauptausgabentreiber gelten. Experten vermuten zudem, dass die Bestände der USA mittlerweile erheblich geschrumpft sind.

Folgen eines möglichen weiteren Konflikts

Eine Fortsetzung der Kampfhandlungen könnte zu noch weitreichenderen Schäden führen. Sollte Teheran in den Verhandlungen nicht einlenken, plant Trump, erneut militärische Angriffe durchzuführen und droht mit potenziellen Kriegsverbrechen:

„Wir bieten ein sehr faires und vernünftiges Abkommen an, und ich hoffe, dass sie es annehmen, denn wenn sie es nicht tun, werden die Vereinigten Staaten jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran zerstören“, so der Republikaner am Sonntag auf Truth Social.

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Bildquelle: depositphotos

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