Tagelange Regenfälle haben auf Hawaii zu dramatischen Szenen geführt, die die Bewohner in Alarmbereitschaft versetzen. Tausende Menschen sehen sich gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, während zahlreiche Gebäude überflutet werden. Gouverneur Josh Green bezeichnete die aktuellen Überschwemmungen als die schwersten seit zwei Jahrzehnten.
Bislang gibt es keine Berichte über vermisste Personen oder Todesfälle, wie Green in einer Pressekonferenz erklärte. Der Bürgermeister von Honolulu, Rick Blangiardi, berichtete, dass die Einsatzkräfte 233 Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet haben. In einigen Fällen mussten Personen von den Dächern ihrer Häuser evakuiert werden. Besonders betroffen sind Gemeinden im Norden der Insel Oahu, die von der Außenwelt abgeschnitten sind. Auf einem Campingplatz waren etwa 70 Personen von den Wassermassen eingeschlossen.
Besondere Gefahren durch drohenden Dammbruch
Die Behörden machen sich große Sorgen um den Wahiawa-Staudamm an der Nordküste von Oahu, der jederzeit brechen könnte. Die Katastrophenschutzbehörde hat die Anwohner aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Nach Angaben von CBS sind mehr als 5.000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen.
„Handeln Sie jetzt! Gefährliche Sturzfluten sind im Gange oder stehen unmittelbar bevor. Begeben Sie sich in höher gelegene Gebiete,“ teilte das Katastrophenschutzzentrum von Hawaii am Freitagabend über soziale Medien mit.
Die heftigen Regenfälle haben bereits in den vergangenen Tagen zu erheblichen Schäden geführt, da die Böden auf Hawaii durch die anhaltenden Niederschläge aufgeweicht sind. Gouverneur Green schätzte die Kosten für die Schäden auf über eine Milliarde Dollar.
Wetterprognosen und weitere Entwicklungen
Die Wetterbehörde hat angekündigt, dass die Regenfälle bis zum Ende des Wochenendes andauern werden. Hochwasserwarnungen gelten bis einschließlich Sonntag, was die Situation für die betroffenen Gebiete weiter verschärfen könnte.
Die dramatischen Entwicklungen auf Hawaii werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, mit denen die Region konfrontiert ist, und die Notwendigkeit, sich auf extreme Wetterereignisse vorzubereiten.
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