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Einschnitte in der Ölversorgung: 40-prozentiger Rückgang der Exporte belastet Russland.

Nach ukrainischen Angriffen auf wichtige Häfen und Raffinerien verzeichnet Russland einen dramatischen Rückgang seiner Öl-Exporte um 40 Prozent. Diese Unterbrechung trifft die russische Wirtschaft hart und könnte langfristige Folgen haben.

Einschnitte in der Ölversorgung: 40-prozentiger Rückgang der Exporte belastet Russland.
http://www.kremlin.ru via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Massive Angriffe der Ukraine auf russische Häfen und Raffinerien haben erhebliche Auswirkungen auf die russische Wirtschaft. Experten schätzen, dass die Öl-Exporte Moskaus um mindestens 40 Prozent zurückgegangen sind. Im Kreml wird dies als Terror bezeichnet.

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Nach einer Reihe von ukrainischen Drohnenangriffen, einer Attacke auf eine Ölpipeline und der Beschlagnahmung von Tankern sind vorerst mindestens 40 Prozent der russischen Ölexporte eingestellt worden. Diese Einschätzung basiert auf Berechnungen einer Nachrichtenagentur, die Marktdaten analysiert hat. Rund zwei Millionen Barrel pro Tag sind von diesen Ausfällen betroffen, was die größte Unterbrechung der Öllieferungen in der jüngeren Geschichte Russlands darstellt. Die Ölförderung ist eine der wichtigsten Einnahmequellen für den Staatshaushalt und spielt eine zentrale Rolle in der Wirtschaft des Landes. Steigende Ölpreise könnten auch Deutschland betreffen.

Ukrainische Angriffe auf wichtige Exporthäfen

Im März hat die Ukraine ihre Drohnenangriffe auf die Ölinfrastruktur intensiviert und dabei die drei wichtigsten westlichen Exporthäfen Noworossijsk am Schwarzen Meer sowie Primorsk und Ust-Luga an der Ostsee ins Visier genommen. Das Terminal in Noworossijsk, das bis zu 700.000 Barrel pro Tag abfertigen kann, verzeichnet seit einem schweren ukrainischen Drohnenangriff zu Beginn des Monats einen Rückgang der Ölverladungen.

Strategische Ziele der Angriffe

Die ukrainischen Militärstrategen zielen mit ihren Angriffen auf Pumpstationen und Raffinerien darauf ab, die russischen Einnahmen aus Öl und Erdgas zu reduzieren, die etwa ein Viertel des Staatshaushalts ausmachen. Russland betrachtet die gezielten Angriffe als Terrorakte und hat die Sicherheitsvorkehrungen über seine elf Zeitzonen hinweg verstärkt. Ungarn kommuniziert mit Russland während EU-Treffen, um die Situation zu besprechen.

Ausfall der Druschba-Pipeline

Ein weiterer schmerzhafter Verlust für Russland ist der Ausfall der Druschba-Pipeline, die teilweise durch die Ukraine verläuft. Bislang ließ die Ukraine die Lieferungen zu, da sie an internationale Transitverträge gebunden ist. Laut ukrainischen Angaben wurde ein Teil der Pipeline Ende Januar durch russische Angriffe beschädigt. Die Slowakei und Ungarn, die über diese Pipeline Öl aus Russland beziehen, haben die Ukraine aufgefordert, die Lieferungen umgehend wiederherzustellen.

Exportdrosselung durch Beschlagnahmungen

Zusätzlich zu den Drohnenangriffen verringern Beschlagnahmungen von Tankern mit Russland-Bezug in Europa den Export von arktischem Öl aus dem Hafen Murmansk um 300.000 Barrel pro Tag, wie aus Händlerkreisen berichtet wird.

Russlands Reaktion und Anpassung

Die russischen Ölexporteure versuchen, sich verstärkt auf asiatische Märkte zu konzentrieren. Allerdings haben etablierte Routen in dieses Absatzgebiet nur begrenzte Kapazitäten. Dennoch liefert Russland weiterhin ununterbrochen rund 1,9 Millionen Barrel pro Tag nach China, unter anderem über die Pipelines Skoworodino-Mohe und Atassu-Alaschankou sowie über den Seeweg aus dem Hafen Kosmino. Zudem werden täglich etwa 250.000 Barrel aus dem fernöstlichen Sachalin verschifft und rund 300.000 Barrel an Raffinerien im benachbarten Belarus geliefert. Goldpreis bricht ein, was die Märkte zusätzlich belastet.

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Bildquelle: http://www.kremlin.ru via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

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