Prinz Harry, der Herzog von Sussex, steht im Mittelpunkt einer Verleumdungsklage, die von der von ihm mitgegründeten Hilfsorganisation Sentebale eingereicht wurde. Dies geht aus Dokumenten des High Court hervor.
Die Klage wurde im März 2026 gegen Harry und Mark Dyer, einen ehemaligen Treuhänder der Organisation, erhoben. Mehreren britischen Medien zufolge wird in den Gerichtsunterlagen auf eine „koordinierte, negative Medienkampagne“ verwiesen, die dem Ansehen von Sentebale geschadet habe. In einer offiziellen Stellungnahme des Vorstands und der Geschäftsführung von Sentebale wird die Klage bestätigt. „Das Verfahren wurde gegen Prinz Harry und Mark Dyer angestrengt, die durch Beweise als Drahtzieher dieser negativen Medienkampagne identifiziert wurden“, heißt es weiter. Diese Kampagne habe eine „Flut an Cybermobbing“ gegen die Organisation und deren Leitung zur Folge gehabt.
Im März 2025 hatten Prinz Harry und sein Mitbegründer, Prinz Seeiso von Lesotho, die Organisation nach internen Streitigkeiten um die Führung verlassen. Sentebale hat sich zum Ziel gesetzt, Aids-Waisen in Lesotho und Botswana zu unterstützen. Die beiden Prinzen gründeten die Organisation im Jahr 2006 in Erinnerung an ihre verstorbenen Mütter.
Vorwürfe und Reaktionen
Der Streit zwischen Harry und der Vorsitzenden der Organisation, Sophie Chandauka, ist von gegenseitigen Vorwürfen geprägt. Chandauka, die weiterhin im Amt ist, beschuldigte Harry des Mobbings und behauptete, sein Rückzug aus dem engeren Kreis der britischen Königsfamilie sei der Grund für einen Rückgang der Spenden gewesen. Harry wies diese Vorwürfe entschieden zurück.
Eine britische Aufsichtsbehörde führte Monate später eine Untersuchung durch und fand keine Beweise für „systematisches Mobbing“ oder Belästigungen innerhalb der Organisation. Auch Hinweise auf eine Kompetenzüberschreitung von Harry wurden nicht festgestellt. Dennoch kritisierte die Behörde alle Beteiligten dafür, dass der Konflikt öffentlich ausgetragen wurde.
Privatleben von Harry und Meghan
Prinz Harry und seine Frau Meghan haben sich im Jahr 2020 von ihren royalen Pflichten losgesagt und leben mittlerweile mit ihren beiden Kindern, Archie (6) und Lilibet (4), in den USA. Das Verhältnis zur britischen Königsfamilie gilt als angespannt.
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