Nach dem Ableben von Aldo Hugo Sallustro, dem Vorstandsvorsitzenden des italienischen Unternehmens Panini, wird über einen möglichen Verkauf des Unternehmens nachgedacht. Zuvor möchte die Firma jedoch von der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in den USA profitieren. Ein laufender Rechtsstreit könnte jedoch die Pläne beeinträchtigen.
Wie Insider berichten, beabsichtigen die Eigentümer des renommierten Sammelbilderverlags bis zum Ende des Jahres eine Entscheidung über einen Verkauf zu treffen. Rund zwei Dutzend potenzielle Käufer, darunter Finanzinvestoren sowie Unternehmen aus der Sport- und Medienbranche, haben bereits Interesse bekundet. Die in Modena ansässige Firma strebt eine Unternehmensbewertung von etwa fünf Milliarden Euro an. Eine offizielle Stellungnahme von Panini steht bislang aus.
Im vergangenen Jahr hatte Panini die Investmentbank Citi als Finanzberater engagiert, um verschiedene strategische Optionen zu prüfen. Diese umfassen sowohl einen vollständigen als auch einen teilweisen Verkauf sowie einen möglichen Börsengang. Der aktuelle Verkaufsansatz erfolgt im Kontext des Todes von Aldo Hugo Sallustro, der im letzten Jahr verstarb. Die Familien Baroni und Sallustro hatten bereits zuvor Überlegungen zu einem Verkauf angestellt.
Einfluss der Fußball-Weltmeisterschaft
Ein Verkaufsabschluss in diesem Jahr könnte von der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 profitieren, die traditionell einen Anstieg der Einnahmen mit sich bringt. Allerdings gestaltet sich die Bewertung des Familienunternehmens als herausfordernd, da die Erträge schwanken. Zwei mit der Situation vertraute Finanzexperten wiesen zudem auf zusätzliche Unsicherheiten hin, die durch eine Klage in den USA entstehen.
Rechtsstreit mit Fanatics
Panini befindet sich in einem Rechtsstreit mit dem US-Sportartikelunternehmen Fanatics. In diesem Verfahren geht es um exklusive Lizenzrechte, die zuvor bei Panini lagen. Im Jahr 2023 hatte Panini America Fanatics vor einem US-Gericht verklagt und wettbewerbswidriges Verhalten angeprangert. Laut Insiderinformationen kommt Fanatics als potenzieller Käufer nicht in Frage, da dessen CEO Michael Rubin im Dezember erklärte, kein Interesse an einem Erwerb von Panini zu haben.
Die Entwicklungen rund um Panini und die möglichen Verkaufsüberlegungen werfen Fragen über die Zukunft des Unternehmens auf, das für seine Sammelbilder und -karten bekannt ist. Zudem stellt sich die Frage, wie es mit Kik weitergeht, da auch hier Veränderungen im Einzelhandel zu beobachten sind. Auch die massiven Vorwürfe gegen den DFB könnten Auswirkungen auf die Sportbranche haben.
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