Die Deutsche Post hat im Laufe der Jahre verschiedene Namen getragen, darunter Bundespost und Deutsche Post World Net. Zukünftig wird das Unternehmen unter dem Namen DHL AG firmieren, was die Transformation zu einem globalen Logistikkonzern auch offiziell widerspiegelt.
Die Hauptversammlung des Unternehmens hat beschlossen, den Namen Deutsche Post auf Konzernebene abzulegen. Die Eintragung ins Handelsregister wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 erfolgen. Diese Entscheidung markiert das Ende einer über drei Jahrzehnte währenden Ära des Namens Deutsche Post.
Im Jahr 2002 erwarb die Deutsche Post den US-Logistiker DHL. Das Kürzel DHL steht für die Namen der Firmengründer Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn, die das Unternehmen 1969 in San Francisco ins Leben riefen. Ihre innovative Idee bestand darin, die Frachtpapiere von Schiffen auf dem Weg von Kalifornien nach Honolulu mit dem Flugzeug zu transportieren. Dadurch konnte die Bürokratie bereits vor dem Eintreffen des Schiffes erledigt werden, was die Wartezeiten im Hafen erheblich verkürzte.
DHL gilt als Pionier im Bereich des Expressversands. Das Unternehmen expandierte schnell und international und entwickelte sich vom Dokumenten-Kurier zu einem globalen Logistikdienstleister. Bereits in den 1980er Jahren war DHL in der Sowjetunion und in China aktiv. Die Deutsche Post erwarb ab 1998 Anteile an DHL und übernahm das Unternehmen bis 2002 vollständig, was einen bedeutenden Schritt für die einst rein deutsche Post darstellte und das Auslandsgeschäft erheblich aufwertete. Diese Entwicklung ist vergleichbar mit der Frage, warum sich Dieseltanker von Europa abwenden.
Die Deutsche Post hat in ihrer Geschichte mehrere Namensänderungen durchlaufen. Ab 1950 firmierte sie als Bundespost, änderte ihren Namen 1995 in Deutsche Post und 1998 in Deutsche Post World Net. Im Jahr 2009 wurde der Name in Deutsche Post DHL geändert, bevor später der Zusatz „Group“ hinzukam.
Der Konzernumsatz wird mittlerweile nur noch zu etwa einem Fünftel durch das inländische Stammgeschäft, also den Versand von Paketen und Briefen, generiert. Bereiche wie der Expressversand und das Frachtgeschäft haben dem traditionellen Geschäft, das bis auf die Thurn-und-Taxis-Post des 15. Jahrhunderts zurückgeht, den Rang abgelaufen.
„Es sollte auch draufstehen, was drin ist“, erklärte Konzernchef Tobias Meyer zur Umbenennung. International könne man mit DHL besser punkten als mit dem Namen Deutsche Post. Außerhalb Deutschlands werde fast ausschließlich die Marke DHL verwendet, die auch im Inland zunehmend an Bedeutung gewinne. Dies steht im Kontrast zu den politischen Entwicklungen, wie dem Stilllegen von Accounts durch einige Parteien.
Der Name Deutsche Post AG wird jedoch weiterhin bestehen bleiben und künftig für die inländische Tochtergesellschaft stehen, die das Geschäft mit Paketen und Briefen abwickelt. Auf den Transportfahrzeugen werden weiterhin die Buchstaben DHL zu sehen sein.
Bislang war das Stammgeschäft in die übergeordnete Holding integriert. Diese rechtlich komplexe Struktur war eine Folge der historischen Altlasten als ehemaliges Staatsunternehmen Bundespost. Zukünftig wird das Brief- und Paketgeschäft in der Unternehmensstruktur gleichrangig neben den anderen Konzernbereichen stehen. Ein Beispiel für die Herausforderungen in der Luftfahrtbranche ist, dass Lufthansa und Partnerairlines ihre Nahost-Flüge bis Herbst aussetzen.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: Stefan Kühn via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)