Die AfD hat im aktuellen „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Insa einen neuen Höchstwert erreicht. In der Umfrage, die wöchentlich im Auftrag einer großen Sonntagszeitung durchgeführt wird, kommt die Partei auf 28 Prozent.
Dies stellt einen Anstieg um einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche dar und ist der höchste Wert, den Insa bislang für die AfD ermittelt hat.
Umfrageergebnisse im Detail
- AfD: 28 Prozent (+1)
- Union: 24 Prozent (unverändert)
- SPD: 14 Prozent (unverändert)
- Grüne: 12 Prozent (-1)
- Linke: 11 Prozent (unverändert)
- BSW: 3 Prozent (unverändert)
- FDP: 3 Prozent (unverändert)
- Sonstige: 5 Prozent (unverändert)
Die Umfrage wurde zwischen dem 20. und 24. April 2026 unter 1203 Befragten durchgeführt, wobei eine maximale Fehlertoleranz von +/- 2,9 Prozentpunkten besteht.
Die Union bleibt demnach bei 24 Prozent, während die SPD unverändert bei 14 Prozent verharrt. Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt und fallen auf 12 Prozent, während die Linke bei 11 Prozent bleibt. Sowohl BSW als auch FDP erzielen jeweils 3 Prozent und würden somit bei einer Neuwahl nicht ins Parlament einziehen.
Regierungsbildung und mögliche Koalitionen
Da die anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, wären laut Insa regierungsfähige Mehrheiten nur in Form von Dreierbündnissen möglich. Eine Koalition aus Union, SPD und Grünen würde zusammen auf 50 Prozent kommen, während eine Kombination aus Union, SPD und Linken auf 49 Prozent käme.
Vergleich mit anderen Umfragen
Auch in Umfragen anderer Institute, wie der Forschungsgruppe Wahlen (ZDF-„Politbarometer“), Forsa und YouGov, hat die AfD zuletzt die Union überholt. Den bislang höchsten Wert erzielte sie mit 27 Prozent bei YouGov, wo die Union auf 23 Prozent kam. Diese Umfrage wurde zwischen dem 10. und 13. April unter 2178 wahlberechtigten Personen durchgeführt.
Es ist wichtig zu beachten, dass Wahlumfragen generell mit Unsicherheiten behaftet sind. Faktoren wie nachlassende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren die Gewichtung der erhobenen Daten. Umfragen reflektieren lediglich das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung und sind keine verlässlichen Prognosen für zukünftige Wahlergebnisse.