Die Klage von Prinz Harry und mehreren bekannten Persönlichkeiten gegen die Mediengruppe Associated Newspapers Ltd. (ANL) wurde vor dem Londoner High Court abgewiesen. Die Kläger hatten dem Verlag vorgeworfen, unrechtmäßige Methoden zur Informationsbeschaffung eingesetzt zu haben, doch die Beweise reichten nicht aus, um ihre Vorwürfe zu stützen.
Zu den prominenten Klägerschaft gehören neben Prinz Harry auch der Musiker Elton John, das Model Liz Hurley sowie vier weitere bekannte Persönlichkeiten. Diese hatten dem Medienunternehmen vorgeworfen, illegal agiert zu haben, indem sie unter anderem Privatdetektive beauftragten, um persönliche Informationen zu sammeln. Die fraglichen Praktiken sollen sich zwischen 1993 und 2018 ereignet haben und schlossen unter anderem das Abhören von Telefonanrufen sowie das Erlangen von medizinischen Unterlagen durch gefälschte Identitäten ein.
Die rechtlichen Vertreter von Prinz Harry hatten auf hohe Entschädigungsansprüche gehofft, konnten jedoch die Vorwürfe nicht ausreichend untermauern. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die vorgelegten Beweise nicht zur Unterstützung der Ansprüche ausreichten, was zu dem unerwarteten Urteil führte.
„Die Medien haben das Leben meiner Frau Meghan stark belastet“, sagte Prinz Harry und wies während der Verhandlung auf die psychischen Belastungen durch die ständige Berichterstattung hin. Sein emotionaler Zustand während der Aussage war deutlich spürbar.
Die angespannten Beziehungen von Prinz Harry zu den Medien sind stark durch den Tod seiner Mutter, Prinzessin Diana, im Jahr 1997, der durch die Verfolgung von Paparazzi verursacht wurde, geprägt. Gemeinsam mit seiner Frau Meghan zog er sich 2020 von seinen royalen Verpflichtungen zurück und lebt mit seinen Kindern in Kalifornien.
Zusätzlich war Prinz Harrys Besuch in London mit den Vorbereitungen für die Invictus Games 2027 in Birmingham verknüpft, was den Anlass seines Aufenthalts in seiner Heimatstadt bildete.
Quellen: n-tv, RTL
Bildquelle: E. J. Hersom via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)