Ein trauriger Tag für den Fußball in Dresden: Hans-Jürgen Kreische, der langjährige Stürmer der SG Dynamo Dresden und ehemaliger Nationalspieler der DDR, ist im Alter von 78 Jahren verstorben.
Wie die SG Dynamo Dresden am Mittwoch, dem 1. April 2026, bekannt gab, verstarb der frühere Nationalspieler der DDR in der Nacht zum 1. April. Kreische war in den 1970er Jahren fünfmaliger DDR-Meister und einmaliger Pokalsieger mit Dynamo Dresden. Zudem trug er 50 Mal das Trikot der DDR-Nationalmannschaft und absolvierte bei der einzigen WM-Teilnahme der DDR drei von sechs Spielen. 1973 wurde er als Fußballer des Jahres ausgezeichnet.
Kreisches beeindruckende Karriere
Hans-Jürgen Kreische, geboren am 19. Juli 1947, trat bereits im Alter von zehn Jahren der SG Dynamo Dresden bei. Mit 17 Jahren feierte er sein Debüt in der Männermannschaft gegen den SC Leipzig und erzielte dabei sofort sein erstes Tor. Mit nur 21 Jahren wurde er in die Nationalmannschaft berufen. In der Saison 1970/71 führte er Dynamo Dresden mit 17 Toren zum Double. Die Torjägerkanone gewann Kreische in den Jahren 1971, 1972, 1973 und 1976. Mit 30 Jahren beendete er seine aktive Laufbahn, die eine beeindruckende Bilanz von 344 Spielen, 188 Toren und 74 Vorlagen aufweist.
Würdigung durch Weggefährten
Ralf Minge, Kreisches Weggefährte und Ehrenspielführer, würdigte den Verstorbenen mit den Worten:
„Hansi war ohne Zweifel einer der größten Sportler seiner Zeit. Als junge Kerle haben wir zu ihm aufgeblickt, wie zu kaum jemand anderem. Wenn er den Platz betrat, waren magische Momente nicht weit. Auch nach seiner aktiven Zeit hat er sich in den Dienst der Sportgemeinschaft gestellt, als Cheftrainer, Scout und Unterstützer des Nachwuchses.“
Ein bleibendes Erbe
Nach seiner aktiven Karriere blieb Kreische Dynamo treu und übernahm in der schwierigen Saison 1995/96 das Amt des Cheftrainers. 2014 kehrte er auf Wunsch von Sportgeschäftsführer Minge zurück zur Nachwuchs-Akademie des Vereins. Dynamos Präsident Ronny Rehn äußerte sich betroffen:
„Dass er 2014 mit seinen Erfahrungen und der gewonnenen Expertise zurück in die Nachwuchs-Akademie kam, war für den Verein ein riesiger Zugewinn. Es mutet unfassbar an, dass er nun nicht mehr unter uns weilt. Die Sportgemeinschaft ist Dir auf ewig zu größter Dankbarkeit verpflichtet, Hansi! Ruhe in Frieden!“
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